5. Biomarker im Arztgespräch

Wie bekomme ich im Arztgespräch alle Informationen zu meinen Biomarkern?

Eine gute Vorbereitung hilft, damit Sie im Gespräch mit Ihrem Behandlungsteam alle wichtigen Informationen zu Ihren Biomarkern und Ihrer Therapie bekommen. Machen Sie sich vorher Gedanken, welche Fragen Ihnen besonders wichtig sind und welche Informationen Sie mit nach Hause nehmen möchten. Schreiben Sie diese Fragen am besten auf und bringen Sie diese zum Arztgespräch mit. So stellen Sie sicher, dass Sie keine wichtigen Punkte vergessen.

Außerdem kann es hilfreich sein, nicht alleine zum Gespräch zu kommen: Bringen Sie eine vertraute Person mit. So fällt es leichter, alles zu verstehen und später zu Hause noch einmal über die weiteren Schritte zu sprechen.

Auch während der Therapie und in der Nachsorge sind Gespräche mit dem Arzt oder der Ärztin wichtig. Es geht nicht nur darum, Blutwerte oder Ultraschallbilder zu kontrollieren. Sie können über Nebenwirkungen der Therapie, Ihre Lebensqualität, Sexualität oder andere Veränderungen sprechen, die sich im Alltag zeigen – auch solche, die nicht direkt mit der Behandlung zusammenhängen. So bekommen Sie Unterstützung bei allen Fragen, die für Ihr Wohlbefinden wichtig sind.

Wie kann ich sicherstellen, dass Biomarker bei meiner Therapieplanung berücksichtigt werden?

Fragen Sie aktiv nach, ob bei Ihnen eine BRCA1- und BRCA2-Testung durchgeführt wurde.
Wenn keine Mutation gefunden wurde, können Sie nach einer HRD-Testung im Tumorgewebe fragen. So stellen Sie sicher, dass bei der Entscheidung für eine Erhaltungstherapie alle wichtigen Biomarker berücksichtigt werden.

Während der Therapie oder in der Nachsorge können Sie mit Ihrem Behandlungsteam auch über den Tumormarker CA125 sprechen. Klären Sie dabei zum Beispiel, ob der Marker regelmäßig bestimmt wird, und wie oft CT- oder andere bildgebende Untersuchungen durchgeführt werden, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Wie treffe ich zusammen mit meinem Behandlungsteam eine Therapieentscheidung?

Bei der Therapieentscheidung ist es wichtig, dass alle Fragen beantwortet sind und Sie genau wissen, was Sie möchten. So können Sie Ihre Meinung einbringen und gemeinsam mit dem Arzt die beste Entscheidung treffen.

Dieses gemeinsame Vorgehen nennt man Decision Sharing. Dabei besprechen Sie zusammen, ob eine eher intensive Therapie mit hoher Wirkung oder eine mildere Therapie mit weniger Nebenwirkungen besser zu Ihnen passt. Außerdem haben Sie jederzeit das Recht, eine Therapie zu unterbrechen oder zu wechseln, auch wenn Ihre Behandlung für einen längeren Zeitraum vorgesehen ist. Gleichzeitig empfehlen Ärzte auf Grundlage von Studien, die Therapie möglichst vollständig durchzuführen, um den bestmöglichen Nutzen zu erzielen.

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    Geprüft Prof. Dr. med. Dr. h.c. Alexander Mustea: Stand ?? | Quellen und Bildnachweis
    Erhaltungstherapie
    Eine Erhaltungstherapie wird nach der erfolgreichen Erstbehandlung einer Erkrankung eingesetzt, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern und einem Rückfall vorzubeugen. Sie kann über einen längeren Zeitraum erfolgen und besteht oft aus Medikamenten, die regelmäßig verabreicht werden.
    Mutation
    Eine Veränderung im Erbgut (DNA), die dazu führen kann, dass ein Gen anders oder nicht richtig funktioniert.
    Tumormarker
    Tumormarker sind Substanzen im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten, die bei bestimmten Krebserkrankungen erhöht sein können. Sie dienen zur Verlaufskontrolle oder als Hinweis auf eine mögliche Erkrankung, sind jedoch meist nicht allein aussagekräftig für eine Diagnose.