Die Erhaltungstherapie bei Eierstockkrebs kann unterschiedliche Nebenwirkungen haben – je nachdem, welches Medikament eingesetzt wird.
Bei der Antikörpertherapie , die das Wachstum neuer Blutgefäße hemmt, können oft folgende Beschwerden auftreten:
- Bluthochdruck – daher ist eine regelmäßige Blutdruckkontrolle wichtig.
- Erhöhtes Risiko für Blutungen oder Thrombosen – vor geplanten Operationen sollte die Therapie deshalb rechtzeitig pausiert werden.
- Eiweiß im Urin – dies wird durch regelmäßige Urinkontrollen überprüft.
Trotz dieser möglichen Nebenwirkungen wird die Therapie in der Regel gut vertragen. Nur selten sind stärkere Maßnahmen notwendig, etwa zusätzliche Medikamente zur Blutdrucksenkung.
Bei den PARP-Inhibitoren können auch andere Nebenwirkungen auftreten, insbesondere:
- Veränderungen im Blutbild – etwa eine Abnahme roter oder weißer Blutkörperchen; diese werden regelmäßig kontrolliert.
- Müdigkeit (Fatigue ) – Bewegung, frische Luft, Yoga oder Akupunktur können helfen, die Energie zurückzugewinnen.
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall sind meist gut behandelbar.
Selten, aber wichtig zu wissen: In Einzelfällen können schwerwiegende Blutbildveränderungen auftreten. Diese sind sehr selten und werden durch regelmäßige Kontrollen früh erkannt.
Trotz möglicher Nebenwirkungen gilt: Die Erhaltungstherapie ist ein großer Fortschritt in der Behandlung von Eierstockkrebs. Viele Patientinnen vertragen sie über Jahre gut und profitieren deutlich von der verlängerten Krankheitskontrolle.
Wann Sie sofort Ihr Behandlungsteam kontaktieren sollten
Wenn neue oder starke Beschwerden auftreten, melden Sie sich sofort – auch außerhalb der regulären Termine. Viele Kliniken sind rund um die Uhr erreichbar.
Kontaktieren Sie Ihr Behandlungsteam besonders bei:
Warten Sie in solchen Fällen nicht bis zum nächsten Termin. Einige Symptome können ernst sein und müssen sofort ärztlich abgeklärt werden.