4. Umgang mit Beschwerden der Erhaltungstherapie

Was hilft bei Müdigkeit und Erschöpfung während der Erhaltungstherapie?

Müdigkeit oder Erschöpfung sind häufige Begleiter während der Erhaltungstherapie . Sie können folgende Strategien ausprobieren:

  • Frische Luft und Ortswechsel: Ein kurzer Spaziergang, der Besuch einer Ausstellung oder ein Treffen mit einer Freundin kann den Kopf freimachen und neue Energie geben.
  • Ablenkung: Kurze Aktivitäten, Gespräche mit Familie oder Freunden oder ein kleiner Ausflug können helfen, die Müdigkeit zu überwinden.
  • Entspannung und Selbstfürsorge: Massagen, Wellness oder kleine Auszeiten können sehr entspannend wirken und unterstützen Sie dabei, sich bewusst etwas Gutes zu tun.
  • Bewegung: Leichte körperliche Aktivitäten im Alltag können den Kreislauf anregen und die Erschöpfung verringern.

Wie gehe ich mit Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit um?

Verdauungsbeschwerden sind typische Nebenwirkungen der Therapie. Je nach Symptom können Sie Folgendes tun:

  • Verstopfung: Verwenden Sie sanfte Präparate, die den Stuhl weicher machen. Klassische Abführmittel sollten Sie nicht regelmäßig nehmen, da sie langfristig problematisch sein können. Achten Sie außerdem auf eine ausgewogene Ernährung ohne stark stopfende oder blähende Speisen.
  • Durchfall: Handeln Sie frühzeitig, um Flüssigkeitsverlust und Kreislaufprobleme zu vermeiden. Bei Bedarf kann kurzfristig eine stationäre Betreuung mit Infusionen notwendig sein.
  • Appetitlosigkeit: Ursachen können veränderte Geschmacksempfindungen oder Reizungen der Mundschleimhaut sein. Essen Sie kleine, gut verdauliche Mahlzeiten, die nicht zu scharf oder heiß sind. Eiswürfel, gefrorene Früchte oder appetitanregende Präparate wie Pepsinwein können ebenfalls helfen. Bei starkem Gewichtsverlust kann ergänzende Trinknahrung oder in seltenen Fällen Ernährung über Infusionen nötig sein.

Was kann ich bei Stimmungsschwankungen oder Ängsten tun?

Stimmungsschwankungen und Ängste sind normale Reaktionen auf Erkrankung und Therapie. Wichtig ist, dass Sie offen darüber sprechen. Psychoonkolog:innen bieten einen geschützten Raum, um Sorgen zu äußern. Oft fällt es leichter, dies gegenüber Fachpersonen zu tun als gegenüber Familie oder Freunden. Auch der Austausch in Selbsthilfegruppen kann entlasten und praktische Tipps geben. Unterstützung durch den Sozialdienst, zum Beispiel bei Haushalt oder Organisation, kann Stress reduzieren und Ihr Wohlbefinden stärken. Sprechen Sie alle Anliegen offen an, damit Ihr Behandlungsteam gezielt helfen kann – sei es durch Medikamente, Beratung oder praktische Unterstützung.

Unterstützung während der Erhaltungstherapie

Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen. Das ist ein wichtiger Bestandteil Ihrer Selbstfürsorge und trägt wesentlich zu Ihrer Lebensqualität bei.

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    Geprüft Prof.in Dr.in Pauline Wimberger: Stand ??? | Quellen und Bildnachweis
    Erhaltungstherapie
    Eine Erhaltungstherapie wird nach der erfolgreichen Erstbehandlung einer Erkrankung eingesetzt, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern und einem Rückfall vorzubeugen. Sie kann über einen längeren Zeitraum erfolgen und besteht oft aus Medikamenten, die regelmäßig verabreicht werden.
    Psychoonkolog:innen
    Psychologische Unterstützung von Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Hauptziel ist es, den Patienten bei der Bewältigung der emotionalen, sozialen und psychologischen Herausforderungen zu helfen, die mit der Krebsdiagnose und -behandlung verbunden sind.