4. Arztgespräch bei Gliomen

An welche Ärztin oder welchen Arzt sollte ich mich bei Verdacht auf ein Gliom wenden?

Wenden Sie sich zunächst an eine/n Neurolog:in oder Ihre/n Hausärzt:in. Ihre Fachärzt:innen helfen Ihnen, alles abzuklären und können Sie zu weiterführenden Untersuchungen überweisen, einschließlich einer MRT- oder CT-Untersuchung .

Besteht der Verdacht auf ein Gliom, kann die Diagnose nämlich nur durch eine bildgebende Untersuchung wie MRT (Magnetresonanztomographie) oder CT (Computertomographie) bestätigt werden. Diese Verfahren ermöglichen es, das Gehirn detailliert dazustellen und sind in Ländern wie Österreich oder Deutschland gut verfügbar.

Es gibt jedoch keine spezifischen Symptome, die gezielt auf ein Gliom hinweisen. Selbst starke Kopfschmerzen allein sind kein verlässlicher Hinweis auf einen Hirntumor. Niedriggradige Gliome werden oft zufällig bei anderen Untersuchungen entdeckt. Wie sich Symptome je nach Lage des Glioms im Gehirn unterscheiden können, erfahren Sie in der Lektion „Symptome eines Glioms“.

Wie kann ich mich auf das erste Arztgespräch vorbereiten?

Es kann sein, dass Sie vor dem ersten Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt möglicherweise nervös oder unsicher sind. Eine gute Vorbereitung hilft Ihnen, das Gespräch effizienter zu gestalten. So vergessen Sie keine wichtigen Punkte. Grundsätzlich gilt:

  • Hören Sie aufmerksam zu.
  • Stellen Sie alle Fragen, die Ihnen wichtig sind. Es gibt keine “falschen” Fragen – alles, was Sie beschäftigt, ist relevant.

Tipps zur Vorbereitung

  • Begleitung: Überlegen Sie sich, ob Sie eine nahestehende Person mitnehmen möchten. Diese kann Sie emotional unterstützen und helfen, sich an wichtige Informationen aus dem Gespräch zu erinnern. Besonders bei neurologischen Erkrankungen sind Begleitpersonen sinnvoll, da die Patient:innen selbst Informationen aufgrund von Stress oder kognitiven Einschränkungen möglicherweise nicht vollständig aufnehmen können.
  • Befunde mitbringen: Bringen Sie alle relevanten Vorbefunde mit, wie z. B. frühere MRT- oder CT-Bilder, Bluttests oder ärztliche Berichte.
  • Notizen machen: Überlegen Sie vorab, welche Fragen oder Anliegen Sie haben. Schreiben Sie diese auf, damit Sie im Gespräch nichts vergessen. Notieren Sie auffällige Symptome, wie lange diese andauern und wie oft sie auftreten.

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Wir entwickeln fortlaufend neue Kurse und lernen dabei nie aus. Dabei berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche und Anregungen. Wir freuen uns daher sehr über Ihr Feedback. Bitte beachten Sie, dass wir keine personenbezogenen medizinischen Auskünfte geben können. Sollten Sie dazu Fragen haben, klären Sie diese bitte in einem persönlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.


    (Optional - Sollten Sie eine Antwort wünschen)

    Geprüft Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Stefan Oberndorfer, FEAN: Stand September 2025 | Quellen und Bildnachweis
    Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
    CT
    (Computertomografie)
    Bildgebendes Verfahren. Dabei werden Röntgenstrahlen aus verschiedenen Richtungen durch den Körper geführt. Ein Computer verarbeitet die so erzeugten Bilder zu einer Schnittbildreihe. Dadurch ist eine genaue Beurteilung des untersuchten Körperteiles möglich. So können beispielsweise Lage und Größe von Organen und Tumoren dargestellt werden. Die Untersuchung ist schmerzlos.
    CT-Untersuchung
    CT ist die Abkürzung für „Computertomographie“. Dies ist ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von Röntgenstrahlen verschiedene Gewebearten detailliert dargestellt werden können.
    MRT
    (Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie)
    Bildgebendes Verfahren, das sich besonders zur Darstellung von Weichteilen wie Muskeln oder Fettgewebe eignet. Magnetfelder lösen in den verschiedenen Geweben unterschiedliche Signale aus. Diese werden zu Bildern umgewandelt. Die Untersuchung ist schmerzlos und hat keine Strahlenbelastung.
    Neurolog:in
    Diese Fachärzt:innen beschäftigen sich mit Nerven- und Gehirnerkrankungen.