Bei dem konkreten Verdacht auf ein Gliom ist die erste wichtige Untersuchung zunächst eine Kernspintomografie (MRT ) des Kopfes. Das MRT liefert detaillierte Informationen über das Gehirn und ermöglicht es, den Tumor genau zu lokalisieren . Wichtig ist, dass bei einer solchen Bildgebung verschiedene Sequenzen durchgeführt werden können. Sequenzen sind unterschiedliche Aufnahmetechniken im Bereich der Kernspintomografie (MRT), die spezifische Gewebe- oder Struktureigenschaften hervorheben. Sie sollten dafür ein spezialisiertes Zentrum aufsuchen, das über entsprechende Erfahrung verfügt.
Im weiteren Verlauf der Abklärung können Aufnahmen des Bauch- oder Brustraums nötig sein. Sie dienen dazu, eine mögliche Metastasierung von anderen Tumoren in das Gehirn auszuschließen.
Zusätzlich kann eine Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit (Liquordiagnostik ), des sogenannten Liquors, sinnvoll sein. Mit dieser Methode können die Ärzt:innen entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose ausschließen, die ähnliche Symptome wie ein Gliom verursachen können.
Auch metabolische, also den Stoffwechsel betreffende Störungen oder Veränderungen, zum Beispiel in Bezug auf Hormone, können zu Veränderungen im Gehirn führen, die sehr ähnlich sind wie bei einem Gliom. Auch diese müssen ausgeschlossen werden.
Wie die einzelnen Untersuchungen genau ablaufen, erfahren Sie in der Schulung „Befunde verstehen“.
