3. Symptome eines Glioms

Welche Symptome treten bei einem Gliom auf?

Mögliche Symptome, die bei Patient:innen mit einem Gliom auftreten können, sind unter anderem:

  • Epileptische Anfälle (treten bei etwa 30 bis 50 % der Patient:innen als erstes Symptom auf)
  • Veränderungen in der Persönlichkeit oder im Verhalten
  • Probleme mit Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Verminderte Belastbarkeit
  • Lähmungen
  • Sprachstörungen (z. B. Schwierigkeiten beim Sprechen oder beim Verstehen von Sprache)
  • Sehstörungen (z. B. eingeschränktes Sichtfeld oder Doppeltsehen)

Falls Sie oder eine nahestehende Person solche Veränderungen bemerken, wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. Nur durch gezielte Untersuchungen kann abgeklärt werden, ob ein Tumor vorliegt oder ob andere Ursachen für die Symptome verantwortlich sind.

Kopfschmerzen = Hirntumor?

Ein Gliom kann sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Es gibt jedoch keine spezifischen Symptome, die sicher auf einen Hirntumor hinweisen. Viele Menschen glauben, dass Kopfschmerzen ein typisches Anzeichen für einen Hirntumor sind – das ist jedoch nicht immer der Fall. Ein Hirntumor kann auftreten, ohne dass Kopfschmerzen zu den ersten oder auffälligsten Symptomen gehören.

Welche Rolle spielt die Lage des Glioms für die Symptome?

Die Symptome eines Glioms hängen stark davon ab, in welchem Bereich des Gehirns der Tumor liegt.

  • Im Sprachzentrum: Es können Probleme beim Sprechen, z. B. mit der Aussprache oder dem Sprachverständnis, auftreten.
  • Im motorischen Zentrum: Es kann zu Lähmungen oder Bewegungseinschränkungen kommen.
  • Andere Bereiche: Werden gesunde Hirnregionen übermäßig gereizt, kann das epileptische Anfälle auslösen, die oft das erste Anzeichen der Erkrankung sind.

Veränderungen der Symptome nach der Diagnose

Die Symptome eines Glioms sind individuell unterschiedlich und hängen sowohl von der Lage als auch von der Entwicklung des Tumors ab.

Da viele Beschwerden durch das Wachstum des Tumors entstehen, ist es wichtig, aufmerksam zu beobachten, ob sich die Symptome verändern. Sie können sich im Verlauf der Erkrankung verstärken, oder es können neue Beschwerden hinzukommen. Regelmäßige Untersuchungen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Behandlungsteam sind entscheidend. So kann die für Sie bestmögliche Therapie und eine Kontrolle der Symptome gewährleistet werden.

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    Geprüft Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Stefan Oberndorfer, FEAN: Stand September 2025 | Quellen und Bildnachweis
    Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
    Tumor
    („Geschwulst“)
    Lokalisierte Vermehrung von Körpergewebe durch unkontrolliertes Wachstum von gutartigen oder bösartigen Zellen. Bösartige Tumore können in umliegendes Gewebe einwachsen und in entfernte Organe streuen. Der Begriff Tumor wird auch verwendet für eine Schwellung von Gewebe z.B. durch Einlagerung von Flüssigkeit im Rahmen von Entzündungsprozessen oder Blutungen.