6. Verlauf und Prognose von Gliomen

Ist ein Gliom heilbar?

In der Medizin vermeidet man den Begriff „Heilung“ bei Gliomen meist, da es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Dennoch können Gliome in vielen Fällen gut kontrolliert werden. Regelmäßige Kontrollen helfen, die Aktivität des Tumors zu überwachen. Bei zunehmender Aktivität können gezielt Maßnahmen wie Medikamente, Chemotherapie oder chirurgische Eingriffe eingesetzt werden.

Wie kann ich den Krankheitsverlauf bei einem Gliom beeinflussen?

Es gibt keine speziellen Maßnahmen, um den Krankheitsverlauf direkt zu beeinflussen. Entscheidend ist jedoch, dass Sie alle Kontrolltermine wahrnehmen, damit mögliche Veränderungen frühzeitig erkannt werden. So kann eine schnellere und gezielte Therapie eingeleitet und der Gehirntumor bestmöglich bekämpft werden. Wird die Therapie rasch angepasst, kann das die Tumorkontrolle verbessern und den Verlauf positiv beeinflussen.

Was soll ich tun, wenn sich meine Symptome plötzlich verschlimmern?

Kontaktieren Sie umgehend Ihre Ärzt:innen, wenn:

  • Symptome auftreten, die schon bei früheren Episoden auf eine erhöhte Aktivität Ihres Glioms hingewiesen haben,
  • oder wenn sich Ihre bestehenden Symptome plötzlich verschlechtern.

Informationen dazu, wie sich Symptome nach der Diagnose verändern können, erhalten Sie in der Lektion „Symptome eines Glioms“.

Häufig erkennen Angehörige solche Veränderungen zuerst. Scheuen Sie sich also nicht, den Rat Ihrer Angehörigen anzunehmen. Nehmen Sie ihre Hinweise ernst und suchen Sie bei Bedarf eine neurologische Ambulanz auf.

Veränderte Symptome

Neue oder veränderte Symptome müssen nicht zwangsläufig vom Tumor selbst ausgehen. Es kann auch sein, dass ihr Körper auf die Therapie reagiert und sie dadurch verursacht werden. Lassen Sie solche Veränderungen stets durch ihr Behandlungsteam abklären, um die Ursache zu ermitteln.

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Wir entwickeln fortlaufend neue Kurse und lernen dabei nie aus. Dabei berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche und Anregungen. Wir freuen uns daher sehr über Ihr Feedback. Bitte beachten Sie, dass wir keine personenbezogenen medizinischen Auskünfte geben können. Sollten Sie dazu Fragen haben, klären Sie diese bitte in einem persönlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.


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    Geprüft Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Stefan Oberndorfer, FEAN: Stand September 2025 | Quellen und Bildnachweis
    Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.
    Chemotherapie
    Behandlung mit Medikamenten (Zytostatika), die das Wachstum von Krebszellen hemmen sollen.
    Tumor
    („Geschwulst“)
    Lokalisierte Vermehrung von Körpergewebe durch unkontrolliertes Wachstum von gutartigen oder bösartigen Zellen. Bösartige Tumore können in umliegendes Gewebe einwachsen und in entfernte Organe streuen. Der Begriff Tumor wird auch verwendet für eine Schwellung von Gewebe z.B. durch Einlagerung von Flüssigkeit im Rahmen von Entzündungsprozessen oder Blutungen.