2. Krankheitsfolgen und Risiken bei RSV

Welche Beschwerden und Komplikationen verursacht RSV bei Herzpatient:innen?

RSV beginnt oft wie eine normale Erkältung, kann sich aber verstärken, wenn Herz oder Lunge bereits vorbelastet sind.

Typische Beschwerden:

  • Husten, Fieber, Schnupfen
  • Atemnot, besonders bei Belastung
  • Kreislaufprobleme wie schneller Puls, Schwindel oder starke Erschöpfung

Mehr zum Verlauf einer RSV-Erkrankung erfahren Sie in unserer Schulung „RSV-Impfung verstehen“.

Mögliche Komplikationen:

Eine RSV-Infektion kann zu schweren Verläufen führen – besonders, wenn bereits Herz- oder Lungenerkrankungen bestehen. Dazu gehören:

  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Hospitalisierung, wenn Atmung oder Kreislauf instabil werden
  • Verschlechterung der bestehenden Herzerkrankung, z. B. eine koronare Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz

In der Lektion Herz-Kreislauf-Erkrankungen und RSV-Risiko wird erklärt, warum Herz und Lunge auf Infektionen besonders empfindlich reagieren Diese Prozesse können hier zu Komplikationen beitragen.

Welche weiteren Erkrankungen erhöhen das Risiko?

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es eine Reihe anderer Faktoren, die den Verlauf verschlechtern können. Sie betreffen vor allem das Immunsystem, die Lunge und den Stoffwechsel .

Warum sind Sterblichkeit und Krankenhausaufenthalte bei Herzpatient:innen höher?

Herzpatient:innen haben oft weniger körperliche Reserven. Dadurch kann eine RSV-Infektion schneller zu kritischen Situationen führen.

Die wichtigsten Gründe:

  1. Infektionen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlimmern
    RSV kann Entzündungen verstärken, wodurch Gefäße weiter verengt werden.
    Das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bleibt nicht nur während der Infektion erhöht, sondern teilweise auch in den Monaten danach.
  2. Infektionen erhöhen die Gerinnungsbereitschaft
    Das Blut neigt während Infektionen eher zur Gerinnselbildung.
    Das kann akute Herz- oder Gefäßereignisse auslösen.
  3. Weniger Reserven bei Herzinsuffizienz
    Wenn das Herz ohnehin geschwächt ist, kann eine Infektion rasch zu:
    • einer plötzlichen Verschlechterung der Herzschwäche (akute Dekompensation),
    • Notfallbehandlungen,
    • oder sogar intensivmedizinischer Betreuung führen.

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    Geprüft Univ.-Prof. Dr. Günter Weiss: Stand Jänner 2026 | Quellen und Bildnachweis
    Chronisch
    (Gegenteil: akut)
    Sich über einen längeren Zeitraum allmählich entwickelnd oder bereits lange andauernd.
    Herzinsuffizienz
    Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, ist eine chronische Erkrankung, bei der das Herz nicht genügend Blut pumpt, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.
    Stoffwechsel
    Biochemische Vorgänge, die innerhalb und zwischen den Zellen ablaufen und zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen notwendig sind.