Eine Amyloidose-Diagnose ist für viele Menschen zunächst ein Schock. Gleichzeitig schafft sie aber auch etwas Wichtiges: Klarheit. Beschwerden, die vorher schwer einzuordnen waren, etwa ausgeprägte Erschöpfung, die sich auch durch Schlaf nicht bessert (Fatigue ), Wassereinlagerungen, Nervenschmerzen, Kurzatmigkeit oder Probleme mit Herz, Nieren oder Magen-Darm-Trakt – haben nun eine medizinische Ursache. Da Amyloidose eine seltene und oft chronische Erkrankung ist, die verschiedene Organe betreffen kann, haben Betroffene oft Anspruch auf besondere sozialrechtliche Leistungen. Näheres zur Erkrankung finden Sie in der Schulung Amyloidose verstehen.
Ein erster wichtiger Ansprechpartner für medizinische Versorgung und viele sozialrechtliche Fragen ist Ihre Krankenkasse. Sie ist zuständig für die Kostenübernahme von Behandlungen, Medikamenten, Hilfsmitteln sowie für den Zugang zur Pflegeversicherung. Je nach Ausprägung der Amyloidose können darüber hinaus weitere Ansprüche entstehen, zum Beispiel:
- die ärztliche Bestätigung einer chronischen Erkrankung für die Zuzahlungsregelung
- ein Antrag auf Pflegegrad , etwa bei stark eingeschränkter Belastbarkeit, Gangunsicherheit oder Unterstützungsbedarf im Alltag
- ein Schwerbehindertenausweis, wenn dauerhafte Beeinträchtigungen bestehen, z. B. durch Schädigung mehrerer Nerven (Polyneuropathie ), eingeschränkte Herzfunktion und eingeschränkte Belastbarkeit oder Nierenprobleme
Diese Leistungen sollen Sie dabei unterstützen, Ihren Alltag mit der Erkrankung bestmöglich zu gestalten und Entlastung zu schaffen.

