6. Entwöhnung von Nikotin

Was kann mir dabei helfen, das Rauchen aufzugeben?

Ein Rauchstopp gelingt am besten mit professioneller Unterstützung und einer klaren Strategie. Diesen Weg müssen Sie nicht allein gehen. Ihre erste Anlaufstelle ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt. Besprechen Sie, welche Therapiemöglichkeiten es für Sie gibt. Oft können Nikotinersatzprodukte oder Medikamente bei der Raucherentwöhnung unterstützen.

Außerdem gibt es zahlreiche zusätzliche Hilfsangebote:

Hinweis: Sie profitieren am meisten von Entwöhnungsprogrammen, wenn Sie diese nicht allein durchführen. Lassen Sie sich daher auch bei Online-Angeboten immer persönlich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.

Wer kann mich beim Rauchstopp unterstützen?

Ihr persönliches Umfeld kann während der Raucherentwöhnung eine wertvolle Hilfe sein. Beziehen Sie Ihre Angehörigen und Freund:innen aktiv mit ein und sprechen Sie über Ihre Sorgen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen (z.B. in Selbsthilfegruppen) kann entlasten und motivieren. Bei anhaltenden psychischen Problemen kann eine zusätzliche Psychotherapie sinnvoll sein.

Wie funktioniert eine Nikotinersatztherapie und welche Vor- und Nachteile bringt sie?

Bei der Nikotinersatztherapie wird dem Körper ohne schädlichen Tabakrauch kontrolliert Nikotin zugeführt. Das Ziel ist es, körperliche Entzugssymptome wie Reizbarkeit, Unruhe oder starkes Verlangen zu lindern und den Rauchstopp zu erleichtern.

Wirkungsweise:
Das Nikotin gelangt über Pflaster, Kaugummis, Lutschtabletten, Inhalatoren oder Sprays in den Blutkreislauf. Die Dosierung wird individuell angepasst und über Wochen schrittweise reduziert, bis kein Nikotin mehr benötigt wird.

Vorteile:
Die Nikotinersatztherapie eignet sich dazu, die negativen Auswirkungen des Tabakrauchs rasch zu reduzieren. Die Behandlung von körperlichen Symptomen der Raucherentwöhnung kann dabei helfen, Rückfälle zu vermeiden.

Nachteile:
Da die Reduktion des Tabakrauchs im Vordergrund steht, wird die Nikotinabhängigkeit zu Beginn noch nicht behandelt. Das psychische Verlangen bleibt daher anfangs bestehen und wird erst später abgebaut.

Welche gesunden Alternativen gibt es zu Nikotin?

Für viele Betroffene ist das Rauchen mehr als nur eine Gewohnheit. Oft dient es dazu, Belastungen im Alltag zu bewältigen – zum Beispiel Stress, Langeweile oder Frust. Daher ist es wichtig, beim Rauchstopp nicht nur auf Nikotin zu verzichten, sondern auch andere gesunde Strategien für solche Situationen zu entwickeln.

Versuchen Sie, typische Auslöser für Ihr Rauchverlangen im Alltag frühzeitig zu erkennen. Überlegen Sie sich für diese Fälle konkrete Alternativen, die Sie statt dem Rauchen machen können. Mögliche Beispiele sind:

  • körperliche Bewegung: z.B. Spaziergänge oder Dehnübungen
  • Entspannungsübungen: z.B. tiefes Ein- und Ausatmen
  • Hände beschäftigen: z.B. mit einem Stressball
  • durch andere Reize ablenken: z.B. Musik, Kaugummi mit Geschmack

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    MAT-AT-2501163 - 1.0 - 11/2025 | Geprüft Prim. Priv.-Doz. Dr. Christopher Lambers: Stand November 2025 | Quellen und Bildnachweis