4. Passivrauchen bei COPD

Kann Passivrauchen COPD verursachen und wie schädlich ist es?

Passivrauchen bedeutet, Tabakrauch aus der Umgebungsluft einzuatmen, zum Beispiel in geschlossenen Räumen oder im direkten Umfeld von rauchenden Personen. Auch dabei gelangen schädliche Stoffe in die Lunge.

Ab wann ist Passivrauchen bedenklich?

Gesundheitlich relevant wird Passivrauch, wenn die Belastung wiederholt oder über längere Zeit erfolgt. Ist man dem Rauch einmalig oder nur sehr kurz ausgesetzt, ist das Risiko deutlich geringer.

Welche Auswirkungen hat Passivrauchen auf eine bestehende COPD-Erkrankung?

Passivrauchen kann bei Personen mit COPD eine zusätzliche Belastung sein. Der eingeatmete Rauch kann die Atemwege reizen und Entzündungen verstärken. Das erhöht das Risiko für akute Verschlechterungen und kann den Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen.

Ein rauchfreies Umfeld ist daher ein wichtiger Schutzfaktor für Ihre Lungengesundheit.

Welche Orte oder Situationen stellen ein erhöhtes Risiko für Passivrauchen dar und wie kann ich mich schützen?

Ein Risiko besteht in geschlossenen Räumen, in denen regelmäßig geraucht wird. Sie können sich durch einige Maßnahmen vor Passivrauchen schützen:

  • Besprechen Sie klare Rauchregeln im Haushalt – zum Beispiel, dass Andere nur im Freien rauchen und nicht in Wohnräumen oder im Auto.
  • Wenn Ihre Arbeitskolleg:innen rauchen, vereinbaren Sie gemeinsam rauchfreie Zonen.
  • Vermeiden Sie geschlossene Räume, in denen geraucht wird – zum Beispiel bei Feiern oder Veranstaltungen.
  • Achten Sie auf rauchfreie Orte in der Öffentlichkeit – zum Beispiel Spielplätze, Bahnhöfe oder Parks.

Hinweis: Denken Sie als Raucher:in daran,  Ihre Vorbildfunktion gegenüber Ihren Mitmenschen wahrzunehmen. Vermeiden Sie daher das Rauchen in Innenräumen und an öffentlichen Orten, die gemeinsam verwendet werden.

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    MAT-AT-2501163 - 1.0 - 11/2025 | Geprüft Prim. Priv.-Doz. Dr. Christopher Lambers: Stand November 2025 | Quellen und Bildnachweis