1. Rauchen bei COPD

Welche Auswirkungen hat Rauchen auf die Lunge?

Durch Rauchen kommt es zu einer fortschreitenden Schädigung des Lungengewebes. Die eingeatmeten Schadstoffe lösen eine chronische Entzündungsreaktion in den Atemwegen aus. Die Schleimhäute schwellen an, die Bronchien verengen sich, und es wird vermehrt zäher Schleim produziert. Gleichzeitig werden die Flimmerhärchen geschädigt, die normalerweise für die Reinigung der Atemwege sorgen. Langfristig kann es zu dauerhaften Atembeschwerden, COPD und Lungenkrebs kommen.

Wie hängen Rauchen und COPD zusammen?

COPD ist eine dauerhafte, fortschreitende Erkrankung der Lunge.  Es gibt auch andere Ursachen, aber  Rauchen ist der häufigste Grund für die Entstehung von COPD. Etwa 80–90 % aller COPD-Erkrankungsfälle sind direkt auf langjährigen Tabakkonsum zurückzuführen.

Schadstoffe im Tabakrauch führen zu einer chronischen Entzündung in den Atemwegen. Diese Entzündung schädigt dauerhaft die Schleimhäute und verengt mit der Zeit die Bronchien.

Die Lunge reagiert mit vermehrter Schleimbildung, anhaltendem Husten und zunehmender Atemnot. Über die Jahre weiten sich die Lungenbläschen übermäßig, verlieren ihre Spannkraft und können sich nicht mehr vollständig entleeren. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff ins Blut. Diese Schäden sind nicht heilbar und werden auch „Lungenemphysem“ genannt.

Welche Rolle spielen die Dauer und Intensität des Rauchens bei der Entstehung von COPD?

Sowohl die Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten als auch die Gesamtdauer des Rauchens beeinflussen das Risiko, an COPD zu erkranken. Rauchen ist in keiner Menge gesundheitlich unbedenklich. Auch bei gelegentlichem Rauchen ist eine COPD-Erkrankung möglich.

Was passiert, wenn ich trotz COPD weiterrauche?

Das Weiterrauchen bei bestehender COPD beschleunigt den Krankheitsverlauf deutlich.

Beschwerden wie Husten, Schleimbildung und Atemnot können zunehmen. Medikamente, die zur Behandlung der COPD inhaliert werden, wirken häufig nicht gut, wenn die Atemwege dauerhaft gereizt bleiben. Deshalb ist auch das Risiko für akute Verschlechterungen, sogenannte Exazerbationen , erhöht.

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    MAT-AT-2501163 - 1.0 - 11/2025 | Geprüft Prim. Priv.-Doz. Dr. Christopher Lambers: Stand November 2025 | Quellen und Bildnachweis
    Exazerbation
    Eine Exazerbation kann bei vielen chronischen Erkrankungen auftreten. Dabei kommt es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Symptome, die akut behandelt werden muss.