5. Aktiv bleiben während der Erhaltungstherapie

Wie schaffe ich es, während der Erhaltungstherapie sozial aktiv zu bleiben und was kann mich dabei unterstützen?

Unternehmungen mit Freunden und Austausch mit anderen von der Krankheit Betroffenen sind wichtige Faktoren für Ihr Wohlbefinden während der Erhaltungstherapie . Nutzen Sie die Angebote in Ihrem Behandlungszentrum, wie psychoonkologische Betreuung oder Treffen mit anderen Patientinnen, um Erfahrungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Auch das persönliche Umfeld spielt eine Rolle: Familie, Freunde oder Nachbarn können Ihnen eine wertvolle Unterstützung im Alltag bieten, Sorgen und Traurigkeit mildern. Sozialdienste der Kliniken können hier zusätzlich beratend zur Seite stehen, etwa bei der Organisation von Haushaltshilfen, Pflegeleistungen oder weiteren Hilfsangeboten.

Warum ist Bewegung während der Erhaltungstherapie wichtig und wie kann ich körperlich aktiv bleiben?

Körperliche Aktivität stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern unterstützt auch Ihre psychische Stabilität und Ihr allgemeines Wohlbefinden. Dabei geht es nicht um Leistungssport, sondern um kleine, alltagstaugliche Schritte, die Freude bereiten.

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam, welche Aktivitäten zu Ihrer Ausgangssituation passen. Mögliche Ansätze sind Spaziergänge, Walken oder sanfte Gymnastik. Wichtig ist, dass die Bewegung Spaß macht und nicht als Belastung empfunden wird. Kleine Schritte führen langfristig zu positiven Effekten, sei es körperlich oder seelisch.

Bewegung leicht umsetzen

Beginnen Sie mit kurzen Spaziergängen oder leichten Übungen, die Sie in Ihren Alltag einbauen können. Jede Bewegung zählt – auch kleine Aktivitäten verbessern Ihre Fitness und Ihr Wohlbefinden.

Wie kann ich kleine Fortschritte oder Erfolge im Alltag sichtbar machen, um motiviert zu bleiben?

Erfolge im Alltag zu erkennen, kann motivierend wirken und die Lebensqualität steigern. Dokumentieren Sie beispielsweise Ihre Treffen im Bekanntenkreis oder körperliche Aktivitäten in einem Patiententagebuch oder über eine Smartphone-App. Notieren Sie kleine Ereignisse wie den Besuch einer Ausstellung, einen Kaffeeklatsch mit Freunden, ein entspanntes Hobby oder ein gutes Buch.

Am Ende eines Tages können Sie überlegen: Was war heute gut für mich? Was hat mir Freude bereitet? Diese kleinen Erfolgserlebnisse zeigen, dass Sie aktiv am Leben teilhaben und sind wertvoll während der Therapie.

Wo kann ich mir zusätzliche Unterstützung holen?

Zusätzliche Unterstützung kann in verschiedenen Bereichen sinnvoll sein. Fragen Sie gezielt bei Ihrem Sozialdienst nach: Welche Hilfen stehen Ihnen zu? Gibt es Angebote für Haushaltshilfe, Ernährung oder Pflege? Auch ein Behindertenausweis kann in vielen Situationen Entlastung bieten.

Weitere Möglichkeiten, wie Sie zusätzliche Unterstützung erhalten können:

  • Psychoonkologische Betreuung: Termine oder Gruppenangebote über Ihre Klinik können Ihnen helfen, Ängste und Sorgen zu besprechen und sich mit anderen Patientinnen auszutauschen.
  • Selbsthilfegruppen: Der Kontakt zu Betroffenen liefert praktische Tipps für den Alltag und emotionale Unterstützung – Sie sind mit Ihren Erfahrungen nicht allein.
  • Kurse und Workshops: Angebote wie Yoga, Bewegungskurse oder Ernährungsworkshops, die speziell auf Krebspatientinnen zugeschnitten sind, können Ihr Wohlbefinden stärken und neue Impulse geben.
  • Ihr behandelnder Arzt/Ihre Ärztin: Sprechen Sie aktiv an, welche Maßnahmen oder Angebote Ihnen individuell helfen können, um Ihre Therapie und Ihren Alltag bestmöglich zu gestalten.

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    Geprüft Prof.in Dr.in Pauline Wimberger: Stand April 2026 | Quellen und Bildnachweis
    Erhaltungstherapie
    Eine Erhaltungstherapie wird nach der erfolgreichen Erstbehandlung einer Erkrankung eingesetzt, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern und einem Rückfall vorzubeugen. Sie kann über einen längeren Zeitraum erfolgen und besteht oft aus Medikamenten, die regelmäßig verabreicht werden.
    Psychoonkologische Betreuung
    Psychologische Unterstützung für Krebspatient:innen und deren Angehörige.