7. Unterstützende Maßnahmen bei der Gliom-Therapie

Was kann ich selbst tun, um die Behandlung zu unterstützen?

Neben der medizinischen Therapie können Sie auch selbst viel dazu beitragen, Ihr Wohlbefinden während und nach der Behandlung zu fördern. Ein gesunder Lebensstil ist dabei eine wichtige Grundlage. Feste Routinen im Alltag (z. B. Spaziergänge, feste Mahlzeiten oder Entspannungsübungen) unterstützen Sie dabei. Achten Sie auf:

  • ausgewogene Ernährung,
  • regelmäßige Bewegung und
  • ausreichend Ruhephasen.

Wenn es Ihnen gut geht und Sie sich bereit fühlen, ist nach einer längeren Therapie auch der schrittweise Wiedereinstieg in den Beruf möglich. In vielen Fällen lässt sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber eine geeignete Lösung finden, zum Beispiel mit reduzierten Arbeitszeiten.

Auch Ihr Umfeld kann Sie in dieser Zeit unterstützen. Der Austausch mit Familie, Freunden oder anderen vertrauten Personen ist oft entlastend. Bei anhaltender seelischer Belastung unterstützt Sie auch eine Psychoonkologin oder ein Psychoonkologe dabei, mit der Erkrankung und den Veränderungen im Alltag besser zurechtzukommen.

Wie können mich Angehörige und Freund:innen bei der Therapie unterstützen?

Ein stabiles soziales Umfeld kann während der Therapie besonders wertvoll sein. Indem sie zum Beispiel Aufgaben im Haushalt übernehmen oder Sie zu Arztterminen begleiten, können Ihre Angehörigen Sie im Alltag entlasten.

Oft hilft es, Sorgen und Ängste mit nahestehenden Personen zu teilen. Viele Betroffene wünschen sich jedoch auch Phasen, in denen die Erkrankung nicht im Mittelpunkt steht. Sprechen Sie offen an, wie Sie mit der Situation umgehen möchten, um Missverständnisse zu vermeiden.

In dieser Zeit stehen häufig auch Angehörige und nahestehende Personen vor neuen Herausforderungen. In vielen Kliniken und Beratungsstellen gibt es deshalb psychoonkologische Unterstützung, die sich gezielt an die Familien und Freund:innen von betroffenen Personen richtet. Auch Selbsthilfegruppen für Angehörige bieten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Welche Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Betroffenen gibt es?

Besonders die Zeit nach der Diagnose oder während der Therapie kann viele Fragen und Unsicherheiten aufwerfen. Selbsthilfegruppen und Online-Foren bieten Ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Viele Vereine sind landesweit aktiv und telefonisch, per E-mail oder über soziale Netzwerke erreichbar. Informieren Sie sich über Hilfsangebote in Ihrer Nähe:

Habe ich nach Abschluss oder während der Gliom-Therapie Anspruch auf eine Rehabilitation?

Eine Rehabilitation, eine strukturiere medizinische Nachsorge, hilft Ihnen, sich körperlich, seelisch und sozial von der Therapie zu erholen, Nebenwirkungen zu lindern und die Rückkehr in den Alltag oder Beruf zu bewältigen. Meist beginnt die Rehabilitation kurze Zeit nach der Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie . Wenn bereits während der Behandlung deutliche Einschränkungen auftreten, kann manchmal auch ein früherer Beginn sinnvoll sein.

Besprechen Sie Ihre Möglichkeiten frühzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch der Sozialdienst im Krankenhaus kann Ihnen geeignete Einrichtungen empfehlen oder Sie bei der Antragsstellung unterstützen. Die Kosten werden in der Regel von der Kranken- oder Pensionsversicherung übernommen.

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    Geprüft OÄ Dr.in Bernadette Calabek-Wohinz Stand: September 2025 | Quellen und Bildnachweis
    Chemotherapie
    Behandlung mit Medikamenten (Zytostatika), die das Wachstum von Krebszellen hemmen sollen.