4. Impfung für gefährdete Gruppen

Wer sollte sich gegen RSV impfen lassen?

Die Impfung kann zwar die Erkrankung mit RSV nicht vollständig verhindern, sie hilft aber dabei, dass der Verlauf der Erkrankung zumindest in den allermeisten Fällen weniger schwer ist.

Das bedeutet auch, dass durch die Impfung die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Krankenhausaufenthalt aufgrund einer RSV-Erkrankung notwendig wird, sinkt.

Die RSV-Impfung wird vor allem für gefährdete Personen empfohlen, also für Menschen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf oder Krankenhausaufenthalt haben. Das sind:

  • Erwachsene ab 60 Jahren,
  • Personen ab 18 Jahren, die einer Risikogruppe angehören,
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Herzschwäche, COPD, Asthma, Diabetes oder Krebs,
  • Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Auch Säuglinge zählen zu den besonders gefährdeten Gruppen: Sie können entweder indirekt durch eine aktive Immunisierung der Mutter geschützt werden, oder mit einer passiven Immunisierung durch direkte Gabe von Antikörpern nach der Geburt.

Für Schwangere ist die Impfung zugelassen, um das Neugeborene indirekt zu schützen.
Säuglinge können durch eine passive Immunisierung geschützt werden.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine RSV-Impfung sinnvoll ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Warum ist die RSV-Impfung für Ältere und chronisch Kranke besonders wichtig?

Die RSV-Impfung richtet sich vor allem an vulnerable Personen, also an Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken oder sogar ins Krankenhaus aufgenommen werden zu müssen. Dazu gehören Erwachsene im mittleren und höheren Alter, besonders dann, wenn mehrere chronische Erkrankungen vorliegen.

Dazu zählen zum Beispiel Diabetes, Herz- und Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD, Krebserkrankungen oder wenn Medikamente eingenommen werden, die die Abwehrkräfte beeinträchtigen können, z. B. Kortison in höheren Dosen oder bestimmte Rheuma- oder Krebsmedikamente. Eine RSV-Infektion kann bei diesen Personen bestehende Beschwerden verstärken und den Körper stark belasten.

Informieren Sie sich in der Schulung „Infektionsschutz für vulnerable Gruppen“, welche weiteren Maßnahmen Sie treffen können.

Die Impfung hilft, dieses Risiko deutlich zu reduzieren. Sie stärkt das Immunsystem gezielt gegen RSV und kann schwere Verläufe sowie Krankenhausaufenthalte verhindern. Neugeborene und Kinder unter einem Jahr werden durch eine passive Immunisierung geschützt, die ihnen sofort wirksame Antikörper liefert.

Wie finde ich heraus, ob die RSV-Impfung für mich persönlich sinnvoll ist?

Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt,

  • ob Sie zu einer Risikogruppe gehören,
  • ob Sie chronische Erkrankungen haben,
  • oder ob in Ihrem Umfeld Neugeborene oder immungeschwächte Personen leben.

Diese Fragen helfen dabei zu entscheiden, ob es sinnvoll ist, dass Sie sich impfen lassen.

Wir freuen uns über Ihr Feedback

Wir entwickeln fortlaufend neue Kurse und lernen dabei nie aus. Dabei berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche und Anregungen. Wir freuen uns daher sehr über Ihr Feedback. Bitte beachten Sie, dass wir keine personenbezogenen medizinischen Auskünfte geben können. Sollten Sie dazu Fragen haben, klären Sie diese bitte in einem persönlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.


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    Geprüft Dominique Moy-Wagner Stand Jänner 2026 | Quellen und Bildnachweis
    Antikörper
    (Immunoglobuline)
    Eiweiße (Proteine), die von Zellen des Immunsystems gebildet werden, um Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren zu bekämpfen. Bei manchen Erkrankungen kann es zu einer fehlgeleiteten Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Zellen oder Strukturen kommen.
    Kortison
    Kortison ist ein körpereigenes Hormon. Für therapeutische Zwecke wird es meist in höheren Konzentrationen verwendet und wirkt dann vor allem entzündungshemmend.