3. Schutz vor RSV

Wie kann ich mich und andere schützen?

RSV wird über Tröpfchen und Berührungen übertragen – deshalb helfen Hygienemaßnahmen enorm:

  • Hände regelmäßig waschen oder desinfizieren,
  • beim Husten und Niesen Mund und Nase mit der Armbeuge bedecken,
  • Oberflächen regelmäßig reinigen,
  • bei Krankheitssymptomen zu Hause bleiben.

Ebenso wichtig ist es, das Immunsystem zu unterstützen – etwa durch gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf. Ein zentraler Schutz ist heute auch die Impfung.

Wie kann eine Impfung vor RSV schützen?

Um sich gut vor RSV zu schützen, kann eine Impfung eine wertvolle Unterstützung sein.
Dabei gibt es zwei unterschiedliche Formen der Immunisierung, die je nach Lebenssituation und Gesundheitszustand für verschiedene Personengruppen geeignet sind.

Aktive Immunisierung

Hier bildet der Körper selbst Antikörper gegen das Virus.
Diese Impfung ist für Erwachsene ab 60 Jahren, Risikopatient:innen ab 18 Jahren und Schwangere gedacht.
Bei Schwangeren werden die über die Impfung gebildeten Antikörper der Mutter über die Plazenta (den Mutterkuchen) an das Baby weitergegeben und schützen es in den ersten Lebensmonaten.

Passive Immunisierung

Dabei werden fertige Antikörper direkt verabreicht, die sofort wirken.
Diese Methode schützt Säuglinge, deren Immunsystem noch zu schwach ist, um eigene Abwehrstoffe zu bilden.

Wie wirksam und verträglich ist die Impfung?

Die RSV-Impfung ist wirksam und das Risiko für schwere Verläufe wird deutlich gesenkt, sie können aber dennoch auftreten. Man kann sich trotz Impfung anstecken, aber der Verlauf ist fast immer deutlich milder.
Die Impfung kann zum Beispiel gemeinsam mit der Grippe-Impfung oder der COVID-Impfung verabreicht werden.
Nebenwirkungen sind meist mild, wie zum Beispiel eine Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle oder vorübergehende Müdigkeit.

Sollten Sie Angst vor Spritzen haben, finden Sie in unserer Schulung „Angst vor Spritzen überwinden“ Tipps, wie Impfungen für Sie etwas einfacher werden können.

Schwellung an der Einstichstelle

Eine leichte Schwellung nach der Impfung ist normal. Kühlen Sie die Stelle vorsichtig und schonen Sie den Arm etwas. Wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind oder länger anhalten, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wir freuen uns über Ihr Feedback

Wir entwickeln fortlaufend neue Kurse und lernen dabei nie aus. Dabei berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche und Anregungen. Wir freuen uns daher sehr über Ihr Feedback. Bitte beachten Sie, dass wir keine personenbezogenen medizinischen Auskünfte geben können. Sollten Sie dazu Fragen haben, klären Sie diese bitte in einem persönlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.


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    Geprüft Dominique Moy-Wagner Stand Jänner 2026 | Quellen und Bildnachweis
    Antikörper
    (Immunoglobuline)
    Eiweiße (Proteine), die von Zellen des Immunsystems gebildet werden, um Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren zu bekämpfen. Bei manchen Erkrankungen kann es zu einer fehlgeleiteten Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Zellen oder Strukturen kommen.