Bei Polycythaemia Vera (PV) bildet das Knochenmark zu viele Blutzellen. Dadurch wird das Blut dicker und fließt langsamer. Das kann die Entstehung von Blutgerinnseln begünstigen.
Eine Thrombose entsteht, wenn sich ein Gerinnsel in einem Blutgefäß bildet und dieses verstopft. Meist passiert das in den Beinen.
Typische Anzeichen einer Thrombose sind:
- plötzlich auftretende Schmerzen oder Spannungsgefühl im Bein
- Schwellung (oft nur von einem Bein)
- warme, gerötete Haut an der betroffenen Stelle
Eine Embolie entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel von seiner ursprünglichen Stelle löst und mit dem Blutstrom in einen anderen Teil des Körpers wandert. Dort kann es ein Gefäß plötzlich verstopfen. Besonders wichtig sind bei PV zwei Formen:
- eine Lungenembolie, wenn das Gerinnsel in die Lunge gelangt.
- ein Schlaganfall, wenn das Gerinnsel im Gehirn stecken bleibt.
Typische Anzeichen einer Lungenembolie sind:
- plötzliche Atemnot
- stechende Brustschmerzen
- Herzrasen oder Schwindel
Ein Schlaganfall zeigt sich meist durch neurologische Warnzeichen, wie
- plötzliche Sprachstörungen
- Sehstörungen, Doppelbilder
- anhaltenden Schwindel
- halbseitige Lähmung oder
- Taubheit der Arme und Beine
Auch diese Beschwerden treten sehr plötzlich auf und sollten immer als Alarmsignale angesehen werden. Sie können entweder vorübergehend sein oder länger anhalten.
