Die Polycythaemia Vera (PV) ist eine chronische Erkrankung des Knochenmarks, bei der zu viele rote Blutkörperchen gebildet werden. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung ist es, schwere Komplikationen wie Thrombosen oder Schlaganfälle zu verhindern. Denn bei PV ist das Blut dicker und fließt langsamer, wodurch sich leichter Blutgerinnsel bilden können. Besonders gefährlich sind Gerinnsel im Bauch, im Herzen (Herzinfarkt) oder im Gehirn (Schlaganfall).
Darüber hinaus möchte man die Erkrankung langfristig bremsen, indem die Zahl der veränderten Blutzellen reduziert wird – vor allem die Zellen mit der sogenannten JAK2-Mutation. Bei vielen Menschen mit Polycythaemia Vera findet man eine bestimmte Veränderung im Erbgut der Blutstammzellen, die sogenannte JAK2-Mutation. Diese Veränderung sorgt dafür, dass das Knochenmark zu viele Blutzellen produziert. Sie ist deshalb ein wichtiger Hinweis für die Erkrankung und wird bei der Diagnose untersucht. Gleichzeitig sollen auch Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Juckreiz gelindert und die Blutwerte stabilisiert werden.
Fragen für das Arztgespräch bei Polycythaemia Vera
Diese Fragen können helfen, die für Sie passende Behandlung zu finden:
Mit der richtigen Behandlung lässt sich die Polycythaemia Vera heute sehr gut kontrollieren. Ziel ist es, Komplikationen zu vermeiden und gleichzeitig ein möglichst normales, aktives Leben zu führen.