Regelmäßige Blutkontrollen sind bei Polycythaemia Vera (PV) entscheidend, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und die Behandlung optimal anzupassen. Besonders wichtig ist der Hämatokritwert: Er zeigt an, wie dickflüssig das Blut ist, also wie hoch der Anteil roter Blutkörperchen im Blut im Verhältnis zum flüssigen Blutplasma ist. Liegt er über 45 %, wird das Blut zähflüssiger und das Risiko für Blutgerinnsel steigt deutlich.
Zusätzlich werden die weißen Blutkörperchen (Leukozyten ), die Blutplättchen (Thrombozyten ) und der Hämoglobinwert überprüft. Diese Werte geben Hinweise darauf, wie aktiv die Blutbildung insgesamt ist. Auch Leber- und Nierenwerte gehören regelmäßig dazu, vor allem wenn Medikamente zum Einsatz kommen, die diese Organe belasten können.
Eine besonders wichtige Rolle spielt die JAK2-Allellast. Sie misst, wie viele Zellen im Blut die krankheitsauslösende Mutation tragen. Bleibt dieser Wert stabil oder sinkt, spricht das für eine wirksame Therapie. Steigt er, kann das ein Hinweis sein, dass die Behandlung angepasst werden sollte.
