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Kurs Immunsystem und Psyche: Lektion 3 von 6

Gute Laune und Stimmung

Während seelische Beschwerden das Immunsystem schwächen, kann eine optimistische Lebenseinstellung die Abwehrkräfte ankurbeln und helfen, Krankheiten zu verhindern. Das mit der Zuversicht verbundene psychische Wohlgefühl aktiviert den Stoffwechsel, Glückshormone im Blut nehmen zu und Stresshormone werden abgebaut.

Positiv denkende Menschen leben gesünder

Optimisten sind nicht nur besser gelaunt als Schwarzmaler, sie bevorzugen häufig auch einen gesünderen Lebensstil. Sie haben Spaß am Sport und an gesunder Ernährung und konsumieren Zigaretten und Alkohol höchstens in geringen Mengen. Im Vergleich zu negativ denkenden Menschen haben fröhliche, zukunftsbejahende Personen deutlich seltener mit Dauerstress zu kämpfen, der sich nachteilig auf ihr Immunsystem auswirken könnte.

Kann man Optimismus lernen?

Niemandem wird eine positive oder negative Lebenseinstellung in die Wiege gelegt. Allerdings haben sich Optimisten irgendwann dafür entschieden, selbst für Ihr Leben verantwortlich zu sein. Sie scheuen sich nicht davor, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, und neigen nicht dazu, die Verantwortung auf andere zu schieben. Lebensbejahende Menschen sehen nicht alles so verbissen und entdecken dort Chancen, wo andere nur Probleme vermuten.

Auch Sie können Ihr Leben in die Hand nehmen und zum Optimisten und Gute-Laune-Menschen werden. Seien Sie gut zu sich und setzen Sie auf Gedanken wie „Ich bin ausgeglichen“ oder „Ich schaffe das“, anstatt sich innerlich für kleine Fehler zu geißeln. Versuchen Sie bewusst, das Positive in den Gegebenheiten des Lebens zu sehen, statt immer nur die negativen Seiten im Auge zu haben.

Gute-Laune-Tipps, die Ihnen aus einem Stimmungstief heraushelfen

Gute Laune und eine positive Stimmung sind erlernbar. Hilfreich sind beispielsweise Spaziergänge in der Natur, die den Stresshormon-Spiegel und den Blutdruck senken und das Selbstwertgefühl steigen lassen. An der frischen Luft können Sie sich erholen und Entspannen. Ihr Geist wird erfrischt und Ihre Konzentrationsfähigkeit angekurbelt.

Auch mit der Art der Atmung können Sie Ihre Laune beeinflussen. Langsames, entspanntes Atmen verbessert Ihre Stimmung, während hektisches, flaches Atmen Ängste und Niedergeschlagenheit fördert.

Folgende Übung bringt gute Laune und lässt sich fast immer und überall durchführen:

  1. Setzen Sie sich aufrecht und mit geradem Rücken hin.
  1. Konzentrieren Sie sich zunächst für vier bis fünf Minuten ausschließlich auf Ihren Atem.
  1. Atmen Sie locker ein und aus.
  1. Atmen Sie etwas tiefer als normal und achten Sie darauf, nicht zu verkrampfen.
  1. Stellen Sie sich beim Einatmen vor, dass frische Energie Ihren Körper durchströmt.
  1. Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, wie alles, was Sie bedrückt und ärgert, Ihren Körper mit dem Atem verlässt.
  1. Tauchen andere Gedanken auf, führen Sie Ihr Denken und Fühlen wieder zurück auf Ihre Atmung.

Bereits nach zehn Minuten dürfte Ihre Laune besser sein als vor der Atemübung. Zünden Sie ergänzend eine Duftlampe mit ätherischen Ölen an, können Sie Ihre Stimmung zusätzlich darüber verbessern. Gegen Stress helfen beispielsweise Lavendel, Mandarine, Grapefruit oder Geranie, während sich Ärger mit Orange, Rose, Bergamotte oder Ylang-Ylang vertreiben lässt.

Geprüft Dr. Ursula Heck : Stand November 2017

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu empowern und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.