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Kurs Leben mit Fatigue: Lektion 2 von 5

Guter Schlaf ist wichtig

Erholsamer Schlaf ist bei Fatigue sehr wichtig, um dem Körper Zeit für die Regeneration zu geben. Auch wenn Sie sich aufgrund der tumorbedingten Erschöpfung häufig müde fühlen, sollten Sie auf einen regulären Schlafrhythmus mit erholsamen Nachtschlafphasen achten. Mit den folgenden Tipps sorgen Sie für ein gutes Schlafklima, das Ihre Schlafqualität spürbar verbessert:

Erholsamer Schlaf verschafft Ihrem Körper Zeit zum Krafttanken. Je besser die Qualität des Nachtschlafs, desto geringer ist das Bedürfnis nach Schlaf tagsüber.

Allgemeine Tipps

  • Beobachten Sie, wie „Power Napping“ die Qualität Ihres Nachtschlafs beeinflusst.
  • Sorgen Sie in Ihrem Schlafzimmer für eine Atmosphäre zum Wohlfühlen, um entspannt und mit einem positiven Gefühl einzuschlafen.
  • Achten Sie auf ein dunkles und ruhiges Schlafzimmer, um die Schlafqualität zu verbessern.
  • Eine Schlaf-Apnoe kann die Symptome von Fatigue verschlimmern. Bei regelmäßigem Schnarchen sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren.

Nahrung

  • Auch wenn ein wenig Alkohol beim Einschlafen helfen kann, ist übermäßiger Alkoholgenuss vor dem Schlafengehen zu vermeiden.
  • Psychoaktive Substanzen, wie etwa Koffein, sollten Sie vor dem Zubettgehen nicht zu sich nehmen.
  • Fragen Sie Ihren Arzt nach schlafbeeinträchtigenden Nebenwirkungen Ihrer Medikamente. Medikamente, die nicht ersetzt werden können, sollten nach Absprache mit dem behandelnden Arzt zu einem früheren Zeitpunkt des Tages eingenommen werden.

Kurz vor dem Schlafen

  • Schaffen Sie sich entspannende Rituale. Trinken Sie eine warme Milch mit Honig, um die Zeit Ihres Nachtschlafs einzuläuten.
  • Ein warmes Bad mit entspannenden Badezusätzen hilft Ihnen dabei, Ruhe zu finden.
  • Leichte körperliche Betätigung oder ein Spaziergang wirken sich günstig auf die Schlafqualität aus. Auch Puzzle-Aufgaben oder Rätsel führen zu Ermüdung und sind als Vorbereitung auf eine erholsame Schlafphase ideal.
  • Können Sie nicht einschlafen, wälzen Sie sich nicht im Bett herum. Stehen Sie stattdessen auf und lesen ein Buch oder schauen TV bis Sie wieder müde werden.
  • Schreiben Sie belastende Gedanken in einem Tagebuch nieder. So nehmen Sie die Probleme nicht mit ins Bett.

Geprüft Dr. med. Lariza Dzirlo: Stand 9.10.2016

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu empowern und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.