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Kurs Lungenhochdruck verstehen: Lektion 5 von 7

Wie verläuft Lungenhochdruck?

„Wie geht es nun weiter?“ Diese Frage ist wohl die wichtigste, wenn Sie oder ein Angehöriger die Diagnose Lungenhochdruck bekommen haben. In dieser Lektion beantworten wir die häufigsten Fragen. Beachten Sie aber: Wie sich die Krankheit bei Ihnen entwickeln wird, können wir Ihnen natürlich nicht genau sagen. Je nach Ursache, Ausprägung und Gesundheitszustand kann dies sehr unterschiedlich sein. Details kann Ihnen deshalb nur Ihr behandelnder Arzt mitteilen.

Wie verläuft unbehandelter Lungenhochdruck?

Wird eine PAH nicht behandelt, verschlechtern sich die Symptome weiter. Das Herz, das immer stärker gegen den erhöhten Druck ankämpfen muss, kann irgendwann versagen. Deshalb ist unbehandelter Lungenhochdruck eine lebensgefährliche Erkrankung. Allerdings gibt es verschiedene therapeutische Möglichkeiten, um das Fortschreiten zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.

Ist Lungenhochdruck heilbar?

Lungenhochdruck kann derzeit leider nicht geheilt werden. Es gibt aber wirkungsvolle Therapien, die Ihre Beschwerden eindämmen, den Gesundheitszustand stabilisieren und die Lebensqualität deutlich verbessern können.

Was bedeuten die Schweregrade I bis IV?

Je nachdem, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist, wird sie in die NYHA Klasse I bis IV eingeteilt (NYHA: New York Heart Association).

Klasse
I
Die Patienten sind in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt und entwickeln unter normalen körperlichen Belastungen keine stärkeren Symptome.
Klasse
II
Es gibt keine Beschwerden in Ruhe, aber die körperlichen Aktivitäten sind leicht eingeschränkt. Atemnot, Ermüdung und andere Symptome entstehen bei normaler körperlicher Anstrengung.
Klasse
III
Die Patienten müssen deutliche Einschränkungen hinnehmen. Zwar treten in Ruhe keine Symptome auf, aber schon leichte Belastungen verursachen deutliche Beschwerden.
Klasse
IV
In diesem Schweregrad treten schon im Ruhezustand Symptome auf, die sich schon bei geringster Aktivität verstärken. Dazu kommen deutliche Zeichen einer Herzschwäche.

Wie wirkt sich Lungenhochdruck auf den Alltag der Patienten aus?

Da körperliche Aktivitäten nur noch eingeschränkt möglich sind, hat die Erkrankung auch auf den Alltag und das Berufsleben Auswirkungen. Wie stark diese sind, ist im Einzelfall sehr unterschiedlich.

Wie ist die Lebenserwartung von Patienten mit Lungenhochdruck?

Die Lebenserwartung hängt stark davon ab, wie viele Schäden im Gewebe bereits entstanden sind und ob eine bzw. welche Grunderkrankung vorliegt. Manche Patienten leben noch viele Jahre gut mit ihrer Erkrankung.

Wie wird Lungenhochdruck behandelt?

Auch wenn die Erkrankung nicht heilbar ist, lassen sich die Beschwerden zum Teil sehr wirksam behandeln. Dazu stehen verschiedene Medikamente und andere Therapiemaßnahmen zur Verfügung. Auch die Behandlung der Grunderkrankung ist sehr wichtig. Außerdem können auch Sie selbst viel dafür tun, Ihre Lebensqualität und Ihre Belastungsfähigkeit deutlich zu verbessern: Ernähren Sie sich gesund, bauen Sie Übergewicht ab, bleiben Sie nach Ihren individuellen Möglichkeiten körperlich aktiv und vermeiden Sie Infektionen und Überlastung.

Wussten Sie schon

Lange Zeit hat man PatientInnen mit Lungenhochdruck empfohlen, sich zu schonen. Inzwischen weiß man: Angepasstes Training (nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt) und körperliche Bewegung sind wichtig und verbessern den Gesundheitszustand. Nur überfordern sollten Sie sich nicht. Wichtigstes Merkmal ist Ihre Atemnot: Wenn sie entsteht, war die Belastung zu viel und Sie sollten einen Gang zurückschalten.

Geprüft Dr.in med. Iris Herscovici: Stand März 2018

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