Begleittherapien unterstützen Sie dabei, die Myelom-Behandlung besser zu vertragen. Sie helfen, Nebenwirkungen zu verhindern oder zu lindern und sorgen dafür, dass Ihre Therapie möglichst sicher abläuft.
Welche Begleittherapien helfen und verhindern Nebenwirkungen?
Vorbeugende Maßnahmen (Prophylaxe)
Damit Nebenwirkungen gar nicht erst entstehen, setzt Ihr Behandlungsteam verschiedene vorbeugende Schritte:
- Untersuchungen vor Therapiebeginn: Vor dem Start der Behandlung werden einige Kontrollen durchgeführt, um mögliche Risiken früh zu erkennen. Dazu gehören zum Beispiel eine Zahnärzt:innen- und Herzuntersuchung sowie bei Bedarf weitere fachärztliche Abklärungen.
- Infektionsschutz: Viele Myelom-Medikamente schwächen das Immunsystem. Um Infektionen vorzubeugen, können schützende Medikamente, empfohlene Impfungen sowie Hygiene- und Verhaltenstipps für den Alltag eingesetzt werden.
- Schutz vor Thrombosen : Bestimmte Therapien erhöhen das Risiko für Blutgerinnsel. In diesen Fällen wird häufig eine vorbeugende Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten empfohlen. Zusätzlich werden Sie über mögliche Warnzeichen informiert.
- Knochenschutz: Da das Myelom die Knochen schwächen kann, ist der Knochenschutz ein wichtiger Teil der Behandlung. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Knochenbrüche zu vermeiden und die Stabilität zu erhalten. Dazu zählen Medikamente, Vitamin-D- und Kalziumgaben, Bewegung und Physiotherapie sowie regelmäßige Kontrollen.
- Schutz der Augen: Einige Medikamente können die Augen reizen oder das Sehen vorübergehend beeinflussen. Oft helfen einfache vorbeugende Maßnahmen wie befeuchtende Augentropfen.
Ihr Alltagstipp für starke Abwehrkräfte
Vermeiden Sie engen Kontakt zu Menschen mit akuten Infekten und waschen Sie regelmäßig Ihre Hände. Schon einfache Hygienemaßnahmen können Ihr Infektionsrisiko spürbar verringern. Besprechen Sie unbedingt mit Ihrem Behandlungsteam, welche Impfungen für Sie empfohlen sind.
Maßnahmen zur Linderung von Nebenwirkungen
Treten Beschwerden auf, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu behandeln:
- Anpassung der Therapie: Wenn Nebenwirkungen auftreten, wird häufig zuerst die Behandlung selbst angepasst, zum Beispiel durch eine Dosisreduzierung, kurze Pausen oder einen Wechsel der Medikamente.
- Blutbildveränderungen behandeln: Veränderungen der Blutwerte sind häufig und gut behandelbar. Je nach Situation kommen unterstützende Medikamente, Bluttransfusionen oder engmaschige Kontrollen zum Einsatz.
- Behandlung bei Nervenbeschwerden (Neuropathie): Kribbeln oder Taubheitsgefühle können belastend sein, lassen sich aber oft gut lindern, wenn sie früh erkannt werden – etwa durch Physiotherapie oder unterstützende Schmerzmedikation.
- Schmerztherapie: Myelom-bedingte Schmerzen werden individuell behandelt. Ziel ist es, Schmerzen wirksam zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.
- Unterstützung der Niere: Sind die Nieren erfolgt eine enge Überwachung und bei Bedarf eine fachärztliche Betreuung sowie gezielte unterstützende Maßnahmen.
- Blutzuckerregulation bei Cortison-Therapie: Da Cortison den Blutzucker beeinflussen kann, sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Falls nötig, wird die Behandlung angepasst.
- Therapie bei Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung lassen sich meist gut behandeln – zum Beispiel durch Medikamente, angepasste Ernährung, ausreichendes Trinken und Bewegung.
Wir freuen uns über Ihr Feedback
Wir entwickeln fortlaufend neue Kurse und lernen dabei nie aus. Dabei berücksichtigen wir gerne Ihre Wünsche und Anregungen. Wir freuen uns daher sehr über Ihr Feedback. Bitte beachten Sie, dass wir keine personenbezogenen medizinischen Auskünfte geben können. Sollten Sie dazu Fragen haben, klären Sie diese bitte in einem persönlichen Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.