Auch wenn sich das Multiple Myelom nach einer erfolgreichen Therapie vollständig zurückgebildet hat, können vereinzelt Myelomzellen im Körper zurückbleiben. Diese Zellen können sich mit der Zeit wieder vermehren – ein sogenanntes Rezidiv . Ein Rückfall kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen: manchmal durch veränderte Laborwerte, manchmal durch neue Symptome.
Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen dienen daher als eine Art Frühwarnsystem. Ärzt:innen können oft schon Veränderungen der Laborwerte erkennen, bevor Symptome auftreten. Das ermöglicht es, einen Rückfall frühzeitig zu entdecken und rechtzeitig mit einer passenden Behandlung zu reagieren. Eine Veränderung bestimmter Werte kann ein Hinweis darauf sein, dass die Erkrankung wieder aktiv wird – auch wenn Sie sich selbst noch gesund fühlen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Schulung „Befunde bei Multiplem Myelom verstehen“.
Wie oft Kontrollen durchgeführt werden, hängt vom Verlauf Ihrer Erkrankung ab. Direkt nach einer Therapie erfolgen sie meist alle 1–2 Monate, später können die Abstände größer werden. Ihr Behandlungsteam legt die Intervalle individuell für Sie fest. Wenn sich in den Kontrollen zeigt, dass die Erkrankung wieder aktiv ist, kann Ihr Behandlungsteam heute aus vielen modernen Therapieformen wählen. Welche das sind, erfahren Sie in der Lektion „Therapiemöglichkeiten beim Rezidiv des Multiplen Myeloms“
