Polycythaemia Vera ist eine langsam verlaufende, dauerhafte Erkrankung des Blutes, bei der im Knochenmark zu viele Blutzellen gebildet werden. Normalerweise sorgt der Körper dafür, dass neue Blutzellen entstehen, wenn alte abgebaut werden. Bei PV ist diese Regulation gestört. Eine Veränderung in den blutbildenden Zellen des Knochenmarks führt dazu, dass sie dauerhaft zu viele Zellen produzieren.
Das betrifft alle drei Zellarten:
- Rote Blutkörperchen: sie transportieren Sauerstoff durch den Körper.
- Weiße Blutkörperchen: sie sind Teil des Immunsystems und wehren Krankheitserreger ab.
- Blutplättchen: sie helfen, Blutungen zu stoppen, indem sie kleine Gefäße abdichten.
In der Regel kommt es vor allem zu einer gesteigerten Bildung roter Blutkörperchen. Aber auch die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen kann erhöht sein.
Durch die vermehrte Bildung dieser Zellen wird das Blut „dickflüssiger“ und fließt langsamer. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Blutgerinnsel (Thrombosen ) bilden. Diese können Gefäße teilweise oder vollständig verschließen und so die Durchblutung behindern. Besonders wichtig ist daher, das Blutbild regelmäßig zu kontrollieren und den Blutfluss durch Bewegung, ausreichendes Trinken und eine angepasste Behandlung zu unterstützen. So lässt sich das Risiko für Thrombosen gut verringern.
