Die Polycythaemia Vera (PV) verläuft in den meisten Fällen über viele Jahre stabil. Unbehandelt kann sie sich jedoch im Laufe der Zeit verändern. In manchen Fällen – meist erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten – kann es zu einer sogenannten Myelofibrose kommen. Dabei wird das Knochenmark allmählich durch Bindegewebe ersetzt und vernarbt. Diese Vernarbung kann die Blutbildung beeinflussen und dazu führen, dass weniger Blut gebildet werden kann. In der Schulungsreihe „Myelofibrose“ erfahren sie mehr zu dieser Erkrankung.
Noch seltener entwickelt sich aus der PV eine akute Leukämie , also eine bösartige Erkrankung der Blutzellen.
Diese Spätstadien treten jedoch nur bei einem kleinen Teil der Betroffenen auf, und dank der heutigen Behandlungsmöglichkeiten lässt sich der Krankheitsverlauf oft über Jahrzehnte stabil halten.
Die gute Nachricht: Durch die Fortschritte der letzten Jahre in der Forschung und neue Medikamente kann der Verlauf heute deutlich besser aufgehalten werden. Viele Patientinnen und Patienten leben lange Zeit mit einer stabilen Form der PV ohne dass die Erkrankung fortschreitet.
