1. Prostatakrebs einfach erklärt

Was ist Prostatakrebs?

Die Prostata ist ungefähr walnussgroß und liegt unter der Blase. Hier bildet sie einen Ring um die Harnröhre. Sie spielt eine wichtige Funktion bei der Sexualfunktion, indem sie einen Teil der Samenflüssigkeit produziert. Durch die Lage um die Harnröhre kann sie bei Vergrößerung jedoch auch Symptome verursachen, wie etwa Probleme beim Wasser lassen.

Prostatakrebs ist eine bösartige Neubildung der Prostata. Hierbei vermehren sich Zellen der Prostata unkontrolliert und weisen andere Eigenschaften auf als gesunde Zellen.

Welche Arten von Prostatakrebs gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Prostatakrebs. Die häufigste Form davon ist das sogenannte Adenokarzinom. Das bedeutet, dass der Krebs aus den Drüsenzellen der Prostata entsteht, also den Zellen, die normalerweise einen Teil der Samenflüssigkeit produzieren. Das Adenokarzinom macht ungefähr 95 % der Prostatakrebsformen aus. Es gibt auch deutlich seltenere Krebsarten der Prostata, wie das Plattenepithelkarzinom oder das Urothelzellkarzinom. Diese entstehen aus anderen Zelltypen als den Drüsenzellen.

Ebenso gibt es gutartige Vergrößerungen der Prostata. Ärzt:innen nennen das benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH. Dabei ist die Prostata ebenfalls vergrößert, jedoch vermehren sich die Zellen nicht unkontrolliert und sind nicht bösartig. Die benigne Prostatahyperplasie zählt somit nicht als Krebsform, kann jedoch auch zu Beschwerden führen, zum Beispiel beim Wasserlassen.

Beschwerden bei gutartigen Vergrößerungen der Prostata lindern

Sollten Sie bei einer benignen Prostatahyperplasie Beschwerden haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ärztin, wie man Ihre Symptome am besten lindern kann. Vor Beginn einer symptomatischen Behandlung sollte jedoch ausgeschlossen werden, dass es sich um ein Prostatakarzinom handelt.

Wie häufig ist Prostatakrebs und wer ist davon betroffen?

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Pro Jahr wird bei mehr als 7000 Männern in Österreich Prostatakrebs festgestellt, wobei vor allem ältere Personen betroffen sind. Die meisten Neuerkrankungen treten bei Männern ab 70 Jahren auf. Dennoch ist die Sterblichkeitsrate geringer als bei anderen Krebsformen. Das liegt vor allem am langsamen Wachstum des Prostatakrebses, ebenso wie an guten Möglichkeiten zur Früherkennung und diversen geeigneten Behandlungsformen.

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    Geprüft Prim. Dr. Thomas Alber: Stand September 2025 | Quellen und Bildnachweis