5. Leben mit einem malignen Melanom

Umgang mit dem malignen Melanom

Die Diagnose “schwarzer Hautkrebs” kann bei den Betroffenen viele Fragen auslösen. Ob Sie mit Einschränkungen in Ihrem Beruf rechnen müssen und was Sie im Alltag beachten sollten, erklären wir Ihnen in dieser Lektion.

Beruf und Alltag mit malignem Melanom

Ob der schwarze Hautkrebs und seine Therapie Auswirkungen auf die Berufsfähigkeit haben, ist individuell sehr unterschiedlich. Oftmals hängt eine Berufsunfähigkeit von der Schwere der Erkrankung ab. Das liegt daran, dass bei einem hohen Tumorstadium umfangreichere Therapien eingeleitet werden müssen, die zum Teil Nebenwirkungen verursachen. Es gibt jedoch auch wirksame Maßnahmen, die die unterschiedlichen Beschwerden während der Therapie lindern. Wie mit der Berufsfähigkeit verhält es sich auch mit der Belastbarkeit im Alltag. Wenn mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt nichts anderes besprochen wurde, dürfen Sie sich normal belasten. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass Sie bis zu zwei Wochen nach einer Strahlentherapie auf Saunagänge, Schwimmen und Vollbäder verzichten sollten.

Aktuell: Covid-19-Impfung und schwarzer Hautkrebs

Viele PatientInnen fragen sich, ob eine Covid-19-Impfung während der Melanomerkrankung schadet und den Heilungsverlauf beeinträchtigt. Es bestehen keine Einwände sich während der Melanomerkrankung gegen Covid-19 impfen zu lassen oder auch andere Schutzimpfungen durchzuführen. Insbesondere in dieser Zeit ist wichtig, sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. Dabei sind Impfungen eine wirksame Maßnahme.

Barbara Schwabegger

Ich rate zu regelmäßigen Hautkontrollen, Hautkrebsprävention und Austausch mit anderen Betroffenen, die auch am Melanom leiden. Es ist auch wichtig alle Befunde in Kopie zu haben, um sich selbst besser mit der eigenen Erkrankung auszukennen.

Barbara Schwabegger Melanom Selbsthilfe Österreich
Betroffene

Unterstützungsmöglichkeiten

Eine Tumordiagnose ist nicht nur für die Betroffenen selbst schockierend, sondern für die ganze Familie eine belastende Situation. “Wie kann ich damit umgehen?” und “Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten für mich und meine Familie?” sind vielfach gestellte Fragen.

Psychoonkologische Unterstützungsmöglichkeiten

PsychoonkologInnen sind PsychologInnen, ÄrztInnen oder andere Personen aus medizinischen Berufen, die sich auf die Betreuung von KrebspatientInnen spezialisiert haben. Sie besitzen eine große Expertise in diesem Bereich und unterstützen Sie dabei, die Diagnose zu verarbeiten. Viele PatientInnen haben bereits von diesem Angebot profitiert.

Darüber hinaus gibt es Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige von KrebspatientInnen. Gerade für Kinder ist dies eine gute Unterstützungsmöglichkeit. Ihre betreuende Dermatologin/Ihr betreuender Dermatologe kann Ihnen hierzu Tipps für passende Angebote in Ihrer Umgebung geben. Informationen erhalten Sie auch über die Internetseiten der Krebshilfe.

Krebshilfe im deutschsprachigen Raum

Seriöse Informationsquellen im Internet

Das Internet ist heutzutage eine vielgenutzte Informationsquelle. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass Sie seriöse Quellen lesen, um zu verhindern, dass Sie durch falsche Informationen verunsichert werden. Gute Quellen sind zum Beispiel die Artikel der deutschen Krebsgesellschaft sowie die Internetseite von Onkopedia zum Thema “schwarzer Hautkrebs”.

Yvonne Lindemann

Auch der Austausch in Sozialen Netzwerken, wie Instagram und in Online-Veranstaltungen hilft mir. Der Kontakt mit Menschen, die das Gleiche durchmachen, wie ich, geben mir das Gefühl auf dem Weg durch meine Krankheit nicht allein zu sein.

Yvonne Lindemann lema4jorelle
Betroffene

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Geprüft Priv.-Doz. OA Dr. Igor Vujic: Stand September 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.