3. Symptome und Verlauf des malignen Melanoms

Ein malignes Melanom erkennen

Wie sieht Hautkrebs aus? Wie äußert er sich? Wenn Sie die Symptome kennen, die ein schwarzer Hautkrebs verursacht, können Sie diesen selbstständig erkennen und sich frühzeitig Hilfe durch eine Ärztin/einen Arzt suchen.

Symptome des schwarzen Hautkrebses

Je früher der schwarze Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie mögliche Symptome erkennen und Veränderungen an Ihrem Körper wahrnehmen, um sich rechtzeitig bei Ihrer Hautärztin/Ihrem Hautarzt untersuchen zu lassen. Zu den Symptomen zählen:

  • ein sich veränderndes Muttermal
  • Juckreiz und Blutung eines Muttermals
  • Neue schwarze, braune oder rot-blaue Flecken am Körper
  • Fieber, ungewollter Körpergewichtsverlust und vermehrtes nächtliches Schwitzen

Hautkrebsscreening

Mit Hilfe eines Hautkrebsscreenings lässt sich ein schwarzer Hautkrebs früh erkennen und somit frühzeitig behandeln. Dieses Hautkrebsscreening können Sie bei HautärztInnen und ausgewählten HausärztInnen durchführen lassen. Im Anschluss der Untersuchung wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt Ihr persönliches Hautkrebsrisiko einschätzen und Sie über den richtigen Zeitpunkt für eine Wiedervorstellung informieren. Es wird empfohlen dieses Screening ab einem Alter von etwa 20 Jahren regelmäßig durchführen zu lassen. Sind bei Ihnen in der Familie bereits gehäuft Melanomerkrankungen vorgekommen, sollte ein erstes Screening bereits im Kindesalter erfolgen.

Die ABCDE-Regel

Diese Regel hilft Ihnen und den behandelnden ÄrztInnen Muttermale von einem schwarzen Hautkrebs zu unterscheiden. Finden Sie an Ihrem Körper eine Veränderung, die eines dieser Kriterien erfüllt, sollten Sie eine Hautärztin/einen Hautarzt aufsuchen.

  • A = Asymmetrie
  • B = Begrenzung (unscharf oder unregelmäßig)
  • C = Colour (verschiedene Farben)
  • D = Durchmesser (größer als ein halber Zentimeter)
  • E = Evolution (Veränderung mit der Zeit)

Das kann ich tun

Um das Risiko für eine schwere Hautkrebserkrankung zu verringern, ist es besonders wichtig auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Neben dem Screening bei der Hautärztin/dem Hautarzt können Sie selbst auch einen großen Beitrag zur Früherkennung eines malignen Melanoms leisten. Nehmen Sie sich etwa einmal pro Monat Zeit und betrachten Sie alle Stellen Ihres Körpers vor dem Spiegel. So erkennen Sie Veränderungen und können frühzeitig eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen. Darüber hinaus gibt es Apps, die Sie zum Screening Ihres Körpers einsetzen können. Jedoch dürfen diese die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung nicht ersetzen. Gesunde Ernährung sowie regelmäßige Bewegung können dazu beitragen, das Risiko einer Krebserkrankung zu minimieren.

Nähere Informationen, was Sie selbst zur Vorbeugung von Hautkrebs tun können, erhalten Sie unter Risikofaktoren beeinflussen.

Yvonne Lindemann

Während meiner Schwangerschaft (also eine Zeit, in der sich auch der Hormonhaushalt neu anpasst) ist ein ursprünglich unauffälliger Leberfleck über der linken Brust entartet. Nur ich habe diese Veränderung wahrgenommen.

Yvonne Lindemann lema4jorelle
Betroffene

Krankheitsverlauf des malignen Melanoms

Was erwartet mich bei der Untersuchung bei der Hautärztin/dem Hautarzt? Wie genau wird festgestellt, ob es sich um einen schwarzen Hautkrebs handelt? In dieser Lektion klären wir Ihre Fragen zum Thema Diagnosestellung und erklären, wie eine umfangreiche Diagnostik abläuft.

Der Weg zur Diagnose bei einem malignen Melanom

Nachdem Sie Ihre Hautärztin/Ihren Hautarzt aufgesucht haben, wird diese/r sich die auffällige Hautstelle anschauen und bewerten. Für die weitere Diagnosestellung wird anschließend die Stelle präzise herausgeschnitten und unter dem Mikroskop untersucht. Handelt es sich dabei um ein malignes Melanom, wird der Rand der Schnittstelle etwas vergrößert, um sicher zu gehen, dass alle Tumorzellen entfernt wurden. Abhängig von dem jeweiligen Stadium des Tumors werden in manchen Fällen umliegende Lymphknoten entnommen und auf Krebszellen untersucht. Weitere Informationen erhalten Sie in der Schulung “Malignes Melanom behandeln”.

Metastasierung bei einem malignen Melanom

Metastasen in anderen Organen oder Körperregionen treten bei dem schwarzen Hautkrebs nur in wenigen Fällen auf. Eine Streuung in andere Organe, Knochen oder andere Körperstellen ist jedoch nicht ausgeschlossen und muss immer untersucht werden. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird Sie bei der Diagnosestellung umfangreich untersuchen und Ihre Lymphknoten abtasten. In manchen Fällen werden noch weitere Untersuchungen wie ein Ultraschall oder eine CT-Untersuchung durchgeführt, um eine Streuung des Tumors auszuschließen.

Barbara Schwabegger

Seit einigen Jahren habe ich keine Metastasen mehr. Als Stadium 4 Patientin können aber selbst nach 20 Jahren wieder neue Metastasen auftreten.

Barbara Schwabegger Melanom Selbsthilfe Österreich
Betroffene

Frühe Diagnose eines malignen Melanoms

Eine frühe Diagnosestellung ist der wichtigste Einflussfaktor für eine gute Prognose. Aber welchen Einfluss hat hierbei das Tumorstadium, in dem der schwarze Hautkrebs erkannt wird?

Bedeutung der frühen Diagnose eines malignen Melanoms

Die Prognose des schwarzen Hautkrebses ist sehr stark von dem Stadium der Erkrankung abhängig. Die Prognose hängt hierbei besonders davon ab, wie tief der Tumor in das Gewebe eingedrungen ist. In einem frühen Stadium ist dieser sehr gut heilbar. Jedoch gibt es in der modernen Medizin bereits gute Therapiemöglichkeiten, die auch eine Heilung eines fortgeschrittenen Tumors ermöglichen. Genauere Informationen zu den verschiedenen Stadien erhalten Sie unter “Stadieneinteilung des malignen Melanoms”.

Downloads

  • ABCDE Regel Selbstuntersuchung der Haut mit der ABCDE-Regel

  • Glossar - Malignes Melanom Begriffe, die häufig im Zusammenhang mit dem Malignen Melanom vorkommen, kurz und einfach erklärt

Geprüft Priv.-Doz. OA Dr. Igor Vujic: Stand September 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.