3. Beschwerden systematisch erfassen

Welche Symptome sollte ich im Arztgespräch schildern?

Damit Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihre Situation gut einschätzen kann, ist es wichtig, die Beschwerden möglichst vollständig zu beschreiben. Dazu gehören nicht nur die Hauptsymptome in der Nase, sondern auch Auswirkungen auf Ihren Alltag.

Zu den häufigsten Hauptbeschwerden bei Nasenpolypen zählen:

  • eine dauerhaft verstopfte Nase
  • eine laufende Nase oder Schleimfluss in den Rachen
  • Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl im Gesicht
  • ein verminderter oder fehlender Geruchs- und Geschmackssinn

Darüber hinaus sind auch weitere Symptome wichtig, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht direkt mit der Nase zusammenhängen:

  • Schlafprobleme, zum Beispiel häufiges Aufwachen oder schlechtes Durchschlafen
  • Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit
  • allgemeines Unwohlsein
  • Ohrenschmerzen oder Hörprobleme

Diese Informationen helfen, das Ausmaß der Erkrankung besser zu verstehen.

Sprechen Sie diese Themen an

Neben den Nasenbeschwerden spielen auch andere Erkrankungen eine wichtige Rolle. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über:

  • Asthma oder eine bekannte Schmerzmittel-Unverträglichkeit
  • Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis, Schuppenflechte)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Psychiatrische Erkrankungen (z. B. Depressionen, Angsterkrankungen)
  • Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Sodbrennen, Darmentzündungen)
  • Diabetes, Bluthochdruck oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

Diese Informationen sind wichtig, weil sie Einfluss darauf haben können, welche Untersuchungen sinnvoll sind und welche Behandlungen für Sie infrage kommen.

Wofür ist ein Symptomtagebuch sinnvoll?

Ein Symptomtagebuch unterstützt Sie dabei, Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Oft fällt es im Arztgespräch schwer, sich genau zu erinnern, wann Symptome besonders stark waren oder ob sie sich verändert haben.

Ein Tagebuch hilft dabei,

  • Muster zu erkennen, zum Beispiel Schwankungen im Verlauf
  • Veränderungen über die Zeit sichtbar zu machen
  • Therapieentscheidungen besser zu unterstützen

Schon kurze Notizen können dabei sehr hilfreich sein.

Was gehört in ein Symptomtagebuch?

Sie können Ihre Beschwerden kurz und in Stichworten festhalten. Wichtig ist, dass die Informationen möglichst vollständig sind. Sie können sich dabei an folgenden Fragen orientieren:

  • Welche Beschwerden treten auf (z. B. verstopfte Nase, Schleimfluss, Druckgefühl im Gesicht)?
  • Wie stark sind die Beschwerden?
  • Wie lange haben Sie die Beschwerden schon?
  • Gibt es bessere oder schlechtere Phasen?
  • Wie sehr ist Ihr Alltag betroffen (z. B. Schlaf, Leistungsfähigkeit, Sport)?

Welche zusätzlichen Informationen sind für Ärzt:innen nützlich?

Neben den aktuellen Beschwerden sind auch weitere Angaben hilfreich. Dazu gehören:

  • bekannte Begleiterkrankungen, zum Beispiel Asthma oder Allergien
  • alle Medikamente, die Sie derzeit einnehmen
  • konkrete Beispiele aus dem Alltag, etwa:
    „Ich kann kaum Sport machen, weil ich schlecht Luft bekomme.“

Solche alltagsnahen Beschreibungen machen deutlich, wie stark und wobei Sie im täglichen Leben eingeschränkt sind und helfen bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung.

Beschwerden alltagsnah beschreiben

Versuchen Sie nicht nur zu sagen, dass Sie Beschwerden haben, sondern auch:

  • wann sie auftreten
  • wie oft sie vorkommen
  • wie sehr Sie dadurch im Alltag wobei eingeschränkt werden

So kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt besser einschätzen, wie dringend Handlungsbedarf besteht.

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    Geprüft OÄ Dr.in Ljilja Bektic-Tadic: Stand Mai 2026 | Quellen und Bildnachweis