Der Arzttermin beginnt meist mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei geht es um Ihre aktuellen Beschwerden, deren Dauer und darum, wie sehr Ihr Alltag davon betroffen ist. Typische Fragen betreffen zum Beispiel eine verstopfte oder laufende Nase, Schmerzen oder Druck im Gesicht sowie Veränderungen des Geruchs- oder Geschmackssinns.
Im Gespräch wird häufig auch nach Allergien und Asthma gefragt. Das ist wichtig, weil diese Erkrankungen bei Menschen mit Nasenpolypen häufig gemeinsam auftreten. Ärzt:innen sprechen hier von einem Zusammenhang zwischen oberen und unteren Atemwegen. Nase und Lunge gehören funktionell zusammen. Dadurch können sich Entzündungen dieser beiden Körperteile gegenseitig beeinflussen.
Wenn Sie an Asthma leiden oder allergisch sind, sollten Sie das unbedingt erwähnen – auch dann, wenn diese Erkrankungen aktuell gut eingestellt sind. Auch frühere allergische Reaktionen, zum Beispiel auf Pollen, Hausstaub oder bestimmte Medikamente, sind für das Arztgespräch wichtig.
Oft wird schon zu Beginn des Arzttermins ein abschwellendes Nasenspray angewendet. Dieses braucht ein paar Minuten, um zu wirken. Diese Zeit wird genutzt, um das Gespräch zu führen. Die Untersuchung selbst ist dadurch für Sie angenehmer und für die Ärztin oder den Arzt besser beurteilbar. Solch ein Nasenspray wird in diesem Fall für die Untersuchung genutzt, im Alltag sollten Sie es allerdings nur kurzfristig und nach ärztlicher Empfehlung einnehmen.
Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung der Nase. Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen und das weitere Vorgehen geplant.