2. Wichtige Themen im Arztgespräch bei Nasenpolypen

Wie kann ich den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen?

Natürlich stellen Sie sich als Betroffene/r die Frage was Sie selbst dazu beitragen können, um den Verlauf Ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Zuallererst sollten Sie sich aktiv mit Ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Das haben Sie durch die Teilnahme an diesem Kurs bereits gemacht. Wichtig ist, dass die Behandlung den Verlauf der chronischen Rhinusinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) bei frühzeitiger und langfristiger Anwendung deutlich verbessert. Bereits zu Beginn sollte verlaufsmodifizierend therapiert werden. Wenn Sie bemerken, dass die Therapie für Sie nicht optimal ist, suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Ein Wechsel der Therapie könnte sinnvoll sein.

Wie läuft mein Arzttermin bei Nasenpolypen ab?

Der Arzttermin beginnt meist mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei geht es um Ihre aktuellen Beschwerden, deren Dauer und darum, wie sehr Ihr Alltag davon betroffen ist. Typische Fragen betreffen zum Beispiel eine verstopfte oder laufende Nase, Schmerzen oder Druck im Gesicht sowie Veränderungen des Geruchs- oder Geschmackssinns.

Im Gespräch wird häufig auch nach Allergien und Asthma gefragt. Das ist wichtig, weil diese Erkrankungen bei Menschen mit Nasenpolypen häufig gemeinsam auftreten. Ärzt:innen sprechen hier von einem Zusammenhang zwischen oberen und unteren Atemwegen. Nase und Lunge gehören funktionell zusammen. Dadurch können sich Entzündungen dieser beiden Körperteile gegenseitig beeinflussen.

Wenn Sie an Asthma leiden oder allergisch sind, sollten Sie das unbedingt erwähnen – auch dann, wenn diese Erkrankungen aktuell gut eingestellt sind. Auch frühere allergische Reaktionen, zum Beispiel auf Pollen, Hausstaub oder bestimmte Medikamente, sind für das Arztgespräch wichtig.

Oft wird schon zu Beginn des Arzttermins ein abschwellendes Nasenspray angewendet. Dieses braucht ein paar Minuten, um zu wirken. Diese Zeit wird genutzt, um das Gespräch zu führen. Die Untersuchung selbst ist dadurch für Sie angenehmer und für die Ärztin oder den Arzt besser beurteilbar. Solch ein Nasenspray wird in diesem Fall für die Untersuchung genutzt, im Alltag sollten Sie es allerdings nur kurzfristig und nach ärztlicher Empfehlung einnehmen.

Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung der Nase. Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen und das weitere Vorgehen geplant.

Was kann man auf Bildern von Voruntersuchungen sehen?

Vorhandene Bilder, zum Beispiel aus einer Computertomografie der Nasennebenhöhlen, sind besonders hilfreich. Anhand dieser Bilder kann beurteilt werden:

  • wie stark die Nasennebenhöhlen betroffen sind
  • ob sich die Untersuchungsergebnisse im Vergleich zu früher verändert haben (z. B. vor/nach einer Behandlung)
  • ob die Ergebnisse der Untersuchungen zur aktuellen Symptomlage passen und ob weitere Schritte (z. B. OP-Planung) sinnvoll sind

Wichtig ist auch der Zeitpunkt der Aufnahmen, zum Beispiel ob sie vor oder nach einer bestimmten Behandlung gemacht wurden. So lässt sich besser einschätzen, wie sich Ihre Erkrankung entwickelt.

Welche Untersuchungen können dabei gemacht werden und wie laufen sie ab?

Je nach Situation können unterschiedliche Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu gehören:

  • eine Nasenendoskopie (Blick mit einer dünnen Kamera in die Nase, dauert meist nur wenige Minuten), bei der die Schleimhaut und mögliche Polypen genau angesehen werden
  • ein Riechtest, z. B. mit standardisierten Geruchsstiften und gegebenenfalls ein Geschmackstest mit Testlösungen
  • Allergietests, um mögliche Auslöser zu erkennen
  • in bestimmten Fällen eine Schichtaufnahmen der Nasennebenhöhlen, meist eine Computertomographie (CT) insbesondere zur Planung einer Operation; ein MRT (Bilder im Magnetfeld ohne Röntgenstrahlen) nur bei speziellen Fragestellungen

Nicht alle Untersuchungen sind bei jedem Termin notwendig. Oft reicht schon die Nasenendoskopie aus, um Veränderungen gut beurteilen zu können.

Ein Vorteil der endoskopischen Untersuchung ist, dass die Ergebnisse als Bilder dokumentiert werden können. So lässt sich später vergleichen, ob sich Polypen vergrößert oder verkleinert haben – und auch Sie können den Therapieerfolg besser nachvollziehen.

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    Geprüft OÄ Dr.in Ljilja Bektic-Tadic: Stand Mai 2026 | Quellen und Bildnachweis
    CT
    (Computertomografie)
    Bildgebendes Verfahren. Dabei werden Röntgenstrahlen aus verschiedenen Richtungen durch den Körper geführt. Ein Computer verarbeitet die so erzeugten Bilder zu einer Schnittbildreihe. Dadurch ist eine genaue Beurteilung des untersuchten Körperteiles möglich. So können beispielsweise Lage und Größe von Organen und Tumoren dargestellt werden. Die Untersuchung ist schmerzlos.
    MRT
    (Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie)
    Bildgebendes Verfahren, das sich besonders zur Darstellung von Weichteilen wie Muskeln oder Fettgewebe eignet. Magnetfelder lösen in den verschiedenen Geweben unterschiedliche Signale aus. Diese werden zu Bildern umgewandelt. Die Untersuchung ist schmerzlos und hat keine Strahlenbelastung.