2. Nasenpolypen mit Medikamenten behandeln

Welche Nasensprays werden bei Nasenpolypen eingesetzt?

Bei der medikamentösen Behandlung von Nasenpolypen spielen Nasensprays und Nasenspülungen eine wichtige Rolle. Sie bilden die Grundlage der Therapie und kommen bei den meisten Patient:innen zum Einsatz.

Salzhaltige Nasensprays oder Nasenspülungen spülen Schleim, Reizstoffe und Allergene aus der Nase. Das kann das Atmen erleichtern und die Schleimhaut beruhigen.

Cortisonhaltige Nasensprays wirken direkt an der Nasenschleimhaut. Sie bremsen die Entzündungsreaktion und können das Wachstum der Polypen verlangsamen. Bei regelmäßiger Anwendung sind sie gut verträglich.

Welche Tabletten und Langzeittherapien gibt es bei Nasenpolypen?

In bestimmten Situationen können zusätzlich Cortison-Tabletten eingesetzt werden. Diese wirken meist rasch und können die Beschwerden deutlich verbessern. Der Effekt hält jedoch oft nur wenige Wochen an.

Da Cortison in Tablettenform auch Nebenwirkungen haben kann, zum Beispiel auf Blutdruck, Knochen oder den Zuckerstoffwechsel, wird diese Therapie in der Regel nur kurzfristig und gezielt eingesetzt.

Für Patient:innen mit schwerer oder länger bestehender Erkrankung stehen seit einigen Jahren auch Biologika zur Verfügung. Dabei handelt es sich um moderne Medikamente, die gezielt in die Entzündungsreaktion eingreifen. Sie werden meist unter die Haut gespritzt und können nach entsprechender Einschulung auch selbst angewendet werden.

Warum sind Medikamente ein wichtiger Teil der Behandlung?

Medikamente helfen dabei, die Entzündung zu kontrollieren und die Beschwerden im Alltag zu lindern. Sie sind oft der erste und wichtigste Schritt, um Nasenpolypen langfristig in den Griff zu bekommen.

Welche Rolle spielen Biologika bei der Behandlung von Nasenpolypen?

Biologika sind moderne Medikamente, die gezielt bestimmte Entzündungsreaktionen im Körper hemmen. Sie werden als Spritze unter die Haut in regelmäßigen Abständen gegeben (z. B. alle 2 – 4 Wochen), oft mit einem Pen und nach Einweisung auch zu Hause.

Diese Medikamente blockieren gezielt Stoffe im Körper, die die Entzündung antreiben und eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Nasenpolypen spielen. Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn:

  • die Beschwerden sehr ausgeprägt sind
  • andere Therapien nicht ausreichend helfen
  • Polypen nach Operationen rasch wieder auftreten

Biologika werden häufig als Langzeittherapie eingesetzt und können bei vielen Betroffenen zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome beitragen.

Dranbleiben lohnt sich

Damit Medikamente wirken können, ist eine regelmäßige Anwendung wichtig.
Setzen Sie Nasensprays oder andere Therapien nicht eigenständig ab, auch wenn es Ihnen besser geht.

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    Geprüft OA Dr. Martin Bruch: Stand Mai 2026 | Quellen und Bildnachweis
    Biologika
    Biologika sind biotechnologisch hergestellte Arzneimittel, die aus biologischen Bestandteilen hergestellt werden, wie z.B. Proteinen oder Antikörpern. Sie werden zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, wie zum Beispiel Autoimmunerkrankungen oder Krebs.