Bei vielen Menschen wird Polycythaemia Vera (PV) zufällig entdeckt, z. B. bei einer Routineuntersuchung oder vor einer Operation. Im Blutbild zeigt sich dann häufig, dass mehrere Blutzellarten erhöht sind:
- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) – meist am deutlichsten,
- Weiße Blutkörperchen (Leukozyten ) und
- Blutplättchen (Thrombozyten ).
Diese Kombination ist typisch für PV. Der Hausarzt überweist dann zur weiteren Abklärung an eine Hämatologin oder einen Hämatologen, also einen Facharzt für Bluterkrankungen. Dort wird in einem ausführlichen Gespräch geklärt, ob Symptome wie Müdigkeit, Juckreiz oder Nachtschweiß aufgetreten sind und wie lange die Auffälligkeiten schon bestehen.
Anschließend erfolgt eine Blutuntersuchung, bei der neben dem Blutbild auch nach der JAK2-Mutation gesucht wird. Eine JAK2-Mutation ist eine genetische Veränderung, die bei über 90 % der Betroffenen vorliegt und die Diagnose stützt.
