1. Allergisches Asthma früh erkennen

Allergisches Asthma einfach erklärt

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Lunge und der Atemwege. Eine Form des Asthma bronchiale ist Allergisches Asthma.

Was ist Allergisches Asthma?

Asthma kann unterschiedliche Auslöser haben. Diese Auslöser unterteilen die Krankheit Asthma in verschiedene Formen. Eine Form des Asthmas ist Allergisches Asthma. Es wird durch eine allergische Reaktion auf Stoffe ausgelöst, die für den Körper normalerweise harmlos sind. Allergisches Asthma gehört zur Gruppe des TH2-Asthmas. TH2 steht für THelferzellen 2, die durch Allergisches Asthma aktiviert werden. Auch die Form eosinophiles Asthma gehört zur Gruppe des TH2-Asthmas.

Chronische Entzündung bei Allergischem Asthma

Die Atemwege sind von einer feinen Schleimhaut, dem respiratorischen Epithel ausgekleidet. Durch die allergische Reaktion beim Asthma entzündet sich die Schleimhaut dauerhaft. Sie schwillt an, es wird mehr Schleim gebildet und die Atemwege verengen sich. Das Atmen fällt schwer.

Schweregrade von Allergischem Asthma

Asthma wird durch die GINA-Guidelines in drei Schweregrade eingeteilt:

  • Leichtes Asthma
  • Mittleres Asthma
  • Schweres Asthma

Mehrere Fragen helfen einzuschätzen, wie schwer das Asthma ist.

  • Wie gut können Sie Ihren alltäglichen Tätigkeiten nachgehen?
    • Wie häufig haben Sie pro Woche Atemnot?
    • Hindert Kurzatmigkeit Sie daran, sich im Alltag zu bewegen oder Sport zu treiben?
  • Wie schlafen Sie nachts?
    • Wie oft husten Sie in der Nacht?
    • Wie oft haben Sie nachts Atemnot?

Was sind Bronchien?

Der Teil unserer Atemwege in den Lungen heißt Bronchien. Bronchien gehen aus der Luftröhre hervor und ästeln sich wie ein Baum durch die Lunge. Sie transportieren die Atemluft bis in die Lungenbläschen. Dort findet der Gasaustausch zwischen Luft und Blut statt. „Asthma bronchiale“ ist der Fachbegriff für alle Asthmaformen. „Bronchiale“ bezieht sich auf die Bronchien, da diese beim Asthma betroffen sind.

Allergie erkennen

Die Allergie beim Asthma kann durch unterschiedliche Stoffe ausgelöst werden. Wenn Sie diese kennen, hilft es Ihnen, die Auslöser zu vermeiden und die Beschwerden durch Asthma zu verringern.

Auslöser von Allergien kennen

Zu den Auslösern von Allergischem Asthma gehören:

  • Pollen (zum Beispiel von den Bäumen Birke, Erle und Hasel, aber auch Gräserpollen)
  • Tierepithelien (beispielsweise Hautschuppen und Speichel von Katzen oder Hunden)
  • Hausstaubmilben
  • Insektengifte

Wenn Sie mit diesen Stoffen in Kontakt kommen, kann eine allergische Reaktion ausgelöst werden. Um den Auslöser der allergischen Reaktion zu finden, kann es hilfreich sein, ein Symptomtagebuch zu führen. Dort können Sie zum Beispiel notieren:

  • Wann trat die allergische Reaktion auf?
    • Was haben Sie gegessen?
    • Welche Tiere waren in der Nähe?
  • Wo haben Sie sich aufgehalten?
  • Welche Beschwerden hatten Sie?
  • Wann sind die Beschwerden abgeklungen?

Wenn Sie ein Symptomtagebuch führen möchten, können Sie sich die bereitgestellte Vorlage downloaden.

Allergische Reaktion erkennen

Eine allergische Reaktion erkennen Sie an folgenden Beschwerden:

  • Nase: Niesen, verstopfte oder laufende Nase
  • Augen: Jucken, Brennen, Tränen
  • Lunge: erschwerte Atmung, Husten, Schleimbildung
  • Haut: Juckreiz, Rötung, Quaddelbildung

Praxistipp – Vorbereitet sein!

Wenn Sie den Auslöser Ihrer Allergie kennen, können Sie sich vorbereiten.

  • Sie haben eine Hausstaubmilbenallergie? – Benutzen Sie Bettwäsche und Matratzenschoner, die den Effekt von Hausstaubmilben verringern.
  • Sie sind gegen Tierepithelien allergisch? – Nehmen Sie Ihre Medikamente mit, wenn Sie eine Freundin besuchen, die einen Hund hat.
  • Der Frühling und Pollenflug nahen und bald ist Ihre Nase wieder verstopft? – Vielleicht ist eine vorbeugende Desensibilisierung möglich.
Eine Frau mit einem kleinen weißen Hund im Arm. Delia G. weiß, wie wichtig es ist, Asthma zu erkennen

Jedes Mal, wenn ich mit einem Allergen über die Luft in Kontakt kam, bekam ich Atemnot. Gleichzeitig schwoll meine Nase zu und ich schniefte. Gelang das Allergen über Reiben oder die Hände in die Augen, schwollen meine Augen zu, wurden klein, rot und tränten. Gelang das Allergen tiefer in meine Haut, wie zum Beispiel aufgrund einer Verletzung durch Katzenkrallen, schwoll die Verletzung stark an und begann zu jucken.

Delia G.
Betroffene

Risikofaktoren von Allergischem Asthma

Jeder Mensch kann an Asthma erkranken. Manche Faktoren steigern das Risiko, Allergisches Asthma zu bekommen.

Begleiterkrankungen bei Allergischem Asthma

Häufig haben PatientInnen nicht nur eine Allergie, sondern leiden unter mehreren verschiedenen Allergieformen. Deshalb tritt auch Allergisches Asthma häufig mit weiteren Allergien auf.

  • Allergischer Schnupfen: Die Nase läuft und juckt bei Kontakt mit einem allergieauslösenden Stoff.
  • Allergische Bindehautentzündung: Die Augen sind bei Kontakt mit einem allergieauslösenden Stoff gerötet, jucken, tränen.

Genetische Veranlagung von Allergischem Asthma

Schon Kinder ab zwei Jahren können Allergisches Asthma bekommen. Wenn ein Elternteil des Kindes eine allergische Erkrankung hat, ist das Risiko des Kindes, selbst an Asthma zu erkranken, zwischen 30 und 45 Prozent erhöht. Haben beide Eltern Allergien, steigt das Risiko auf bis zu 60 Prozent. Wenn Sie sich Gedanken machen, ob Ihr Kind unter einer Allergie leidet, sprechen sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

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Geprüft Dr.in Kathrin Hörmannstorfer-Fessl: Stand Juni 2022 | Quellen und Bildnachweis

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