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Kurs Mundtrockenheit und Entzündungen im Mund: Lektion 1 von 7

Ursachen für Mundtrockenheit

Für eine Mundtrockenheit kommen verschiedenste Auslöser infrage. Im Zusammenhang mit Krebs spielen vor allem die Strahlentherapie und die Chemotherapie eine Rolle. Beide Behandlungsmaßnahmen können Ihre Mundschleimhaut schädigen und die Funktion Ihrer Speicheldrüsen verschlechtern. Infolgedessen bildet sich weniger Speichel, er wird zähflüssiger und Ihr Mund fühlt sich trocken an. Besonders bei Bestrahlungen im Bereich des Kopfes, des Halses und der Brust tritt diese Begleiterscheinung häufig auf und hält auch nach Ende der Therapie noch für längere Zeit an.

Wie lässt sich Mundtrockenheit vermeiden?

Die Strahlentherapie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Mittlerweile ist es möglich, das Strahlenfeld exakter an Tumorform und -größe anzupassen und somit kleiner zu halten. Zudem lässt sich die Strahlung so leiten, dass die Energie hauptsächlich im Tumor ankommt und das umliegende Gewebe weniger stark angegriffen wird.

Ob bei Ihnen eine zielgenaue Bestrahlung durchführbar ist, richtet sich nach Ihrer individuellen Krankheitssituation. Manchmal ist ein Tumor im Kopf- oder Halsbereich nicht erreichbar, ohne beispielsweise gleichzeitig die Ohrspeicheldrüsen zu treffen. Außerdem ist es in einigen Fällen sinnvoll, das Bestrahlungsfeld größer zu halten, um möglicherweise auch schon verstreute Krebszellen zu erreichen.

Fragen Sie vor der Behandlung Ihren Strahlentherapeuten, welche Bestrahlungstechnik sich für Sie eignet. Gern erörtern die Spezialisten Ihnen den Nutzen und die Risiken verschiedener Methoden.

In klinischen Studien wird derzeit ein zellschützendes Medikament, das sogenannte Amifostin, erprobt, das die Speicheldrüsenfunktion während einer Strahlentherapie aufrechterhalten soll.

Diskutiert wird außerdem der Einsatz speichelstimulierender Präparate schon während der Bestrahlung. Möglicherweise sind aktive Drüsen weniger empfindlich. Allerdings ist der Nutzen bislang unklar, weshalb die Fachleute noch keine Empfehlung aussprechen.

Geprüft Dr. med. Lariza Dzirlo: Stand 9.10.2016

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