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Kurs Raucherentwöhnung bei Angina pectoris: Lektion 6 von 7

Erfahrungsbericht von Roland Weißsteiner

Das Fachwissen von Ärzten und anderen Experten ist wichtig für das Verständnis der eigenen Erkrankung. Doch von Zeit zu Zeit können nur Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen dabei helfen, dass man sich verstanden und nicht ganz so allein gelassen fühlt.

Roland Weißsteiner, Präsident des Tiroler Herzverbandes und ehemaliger Raucher, teilt im folgenden Video seine Erfahrung mit dem Rauchstopp mit Ihnen. Er erzählt , was ihn dazu bewegt hat, mit dem Rauchen aufzuhören und wie ihm die Rauchentwöhnung gelungen ist.

Video Transkript

Fiel es Ihnen schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?

Nein, der Verzicht spielt sich hauptsächlich im Kopf ab. Ich war bis zum 28. Lebensjahr ein starker Raucher, habe aber dann gemerkt aufgrund meiner zunehmenden Kopfschmerzen, dass ich etwas ändern muss. Ich habe eine halbe Packung Zigaretten auf die Seite gelegt, und ab diesem Zeitpunkt habe ich nichts mehr geraucht.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die größten Herausforderungen bei der Rauchentwöhnung?

Der Wille, einfach die Sucht hinter sich zu lassen, das ist das Nonplusultra der ganzen Rauchentwöhnung. Man muss selbst entscheiden, was man tut. Soll man aufhören? Oder soll man sich weiter das Leben schwer machen?

Hören Ihrer Erfahrung nach viele nach der Diagnose mit dem Rauchen auf?

Männer mehr, Frauen weniger, Frauen aber speziell vielleicht nicht durch die Herzbeschwerden oder aufgrund von Herzbeschwerden, sondern aufgrund der Gewichtszunahme. Und es ist doch aufgrund, ich muss mich wiederholen mit den Herzpatienten: In unserem Herz-Verband sieht man, dass 50 Prozent sicherlich, die Herzleiden haben, mit dem Rauchen aufgehört haben.

Haben Sie Tipps, die einen Rückfall verhindern können?

Wenn der Gedanke an eine Zigarette kommt, muss man einfach irgendetwas anderes unternehmen, ganz kurzzeitig, dass man von den Gedanken, von der Suchtgefahr wieder wegkommt.

Sicherlich ist es so, dass ich beim Rauchen Rückfallgedanken gehabt habe, speziell wenn ich bei einem Kaffee in einem Gasthaus bin oder auch zu Hause. Aber es ist einfach da unausbleiblich, dass man sofort auf andere Gedanken kommt und eben die Zigarette weggibt.

Was kann zusätzlich beim Rauch-Stopp unterstützen?

Eher verhaltenstherapeutische Entwöhnungsprogramme in der Gruppe, dass man in der Gruppe dann doch die Therapie besser bewältigt und mit dem Rauchen aufhört, als wenn man alleine den Weg durchgeht, oder auch medikamentös gibt es die Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören.

Geprüft: Stand Jänner 2020 | AT-RAN-39-08-2019

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Dieser Kurs ist Teil der Kursreihe „Leben mit Angina pectoris“

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Bildnachweis: siam.pukkato | Bigstock

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