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Kurs Darmkrebs verstehen: Lektion 1 von 8

Darmkrebs: Entstehung

Der Darm eines Menschen erbringt unglaubliche Leistungen. Jeder Mensch verdaut in seinem Leben im Schnitt 50.000 Liter Flüssigkeit und 30 Tonnen Nahrung. Der Darm filtert alle wertvollen Stoffe aus dem Speisebrei, spielt eine Rolle im Immunsystem und bei der Produktion von Vitaminen, Hormonen und Botenstoffen.

In Österreich erkranken jährlich ca 5000 Menschen an Darmkrebs. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an einem Darmkrebs zu erkranken beträgt ca. 6%. Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung.

Wie entsteht Darmkrebs?

Darmkrebs beginnt mit Fehlern bei der Teilung von Körperzellen. Normalerweise werden fehlerhafte Zellen von körpereigenen Schutzmechanismen erkannt, zum Absterben gebracht und abgebaut. Der allergrößte Teil mutierter Zellen entwickelt sich deshalb nicht zu einer Krebszelle.

Damit eine Tumorzelle entsteht, müssen mehrere Dinge zusammenkommen:

Spontane Zellteilungen

Die Zelle teilt sich „einfach so“, ohne dass – wie bei gesunden Zellen – ein Signal von außen dazu den Anstoß gibt.

Zellteilung nicht mehr regulierbar

Die Zellteilung wird nicht mehr durch körpereigene Signale und Botenstoffe gehemmt. Dadurch teilt die Krebszelle sich immer weiter.

Anregung zur Gefäßbildung

Die Tumorzellen regen Blutgefäße dazu an, in das Krebsgewebe zu wachsen und es mit Nährstoffen zu versorgen. Ansonsten würde ein so schnell wachsendes Gewebe verhungern und sich nicht weiter ausbreiten.

Potenzial zur Ausbreitung

Krebszellen dringen in Nachbargewebe ein oder können über Blut und Lymphflüssigkeit durch den Körper wandern und Metastasen bilden.

Erst wenn mehrere dieser Punkte zusammen auftreten, spricht man von „entarteten“ Zellen, den Krebszellen. Deshalb entwickelt sich Darmkrebs langsam und über bestimmte, zunächst noch gutartige Vorstufen.

Lesen Sie mehr zu Staging, Grading und Klassifikation des Tumors in unserem Kurs Darmkrebs Behandlung.

Geprüft Dr. med. Lariza Dzirlo: Stand 9. 10 2016

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