5. Erholung von Augenproblemen nach der Therapie

Wie lange können Augenprobleme nach Ende der Therapie bestehen bleiben?

Wie lange Augenprobleme bestehen bleiben, hängt von der Art der Beschwerden und der jeweiligen Therapie ab.

Leichte Veränderungen, zum Beispiel ein trockenes Auge oder milde Veränderungen der Hornhaut, bilden sich in der Regel innerhalb kurzer Zeit wieder zurück. Meist dauert die Erholung etwa 3 bis 4 Wochen.

Bei stärker ausgeprägten Veränderungen, etwa bei einer deutlichen Entzündung oder einer Hornhautverletzung (Ulzeration), kann die Heilung deutlich länger dauern. In solchen Fällen kann es Wochen bis mehrere Monate dauern, bis sich die Augen vollständig erholen. Diese Verläufe sind jedoch selten.

Ein weiteres mögliches Thema ist die Entwicklung eines sogenannten Katarakts, auch bekannt als grauer Star. Dabei wird die Augenlinse trüb, was zu verschwommenem Sehen oder dem Eindruck führt, dass die Brille nicht mehr passt. Manche Therapien können die Entstehung eines Katarakts beschleunigen.

In solchen Fällen kann eine Operation notwendig werden. Diese ist in der Regel gut durchführbar und erfolgt meist ambulant . Der Eingriff ist nicht sofort erforderlich, sondern planbar.

Grauer Star einfach erklärt

Der graue Star (Katarakt) ist eine natürliche Altersveränderung des Auges, bei der die Augenlinse langsam trüb wird. Dadurch kann das Sehen verschwommen werden, Farben wirken oft blasser und die Brille passt möglicherweise nicht mehr so gut. Manche Therapien des Multiplen Myeloms können diesen Prozess beschleunigen, sodass die Sehverschlechterung früher eintritt als ohne diese Therapien.

Erholen sich die Augen nach der Therapie vollständig?

In den meisten Fällen erholen sich die Augen nach Abschluss der Therapie vollständig. Das gilt besonders für Beschwerden der Augenoberfläche oder leichte Hornhautveränderungen.

Es gibt jedoch Ausnahmen. Manche Veränderungen, wie ein Katarakt, sind nicht reversibel. Das bedeutet, dass sie nicht von selbst wieder verschwinden und gegebenenfalls behandelt werden müssen.

Welche Veränderungen bestehen bleiben, hängt immer von der Art der Augenerkrankung und deren Ausprägung während der Therapie ab.

Welche Nachkontrollen oder langfristigen Maßnahmen sind nach der Therapie sinnvoll?

Auch nach Abschluss der Myelom-Therapie sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen wichtig. Diese können gut in allgemeine Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt oder bei der Augenärztin integriert werden.

Es ist hilfreich, bei jedem Termin darauf hinzuweisen, dass Sie in der Vergangenheit eine Therapie des Multiplen Myeloms erhalten haben. So können mögliche Spätfolgen besser eingeordnet werden.

Grundsätzlich wird eine augenärztliche Kontrolle etwa einmal pro Jahr empfohlen. Bei neuen Beschwerden oder Veränderungen sollte die Untersuchung jedoch zeitnah erfolgen.

Nachsorge nicht vergessen

Auch nach der Therapie sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen wichtig. Sie helfen dabei, mögliche Spätfolgen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen.

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    Geprüft Dr.in Leonie Menghesha: Stand September 2026 | Quellen und Bildnachweis
    ambulant
    Die Behandlung erfolgt ohne einen nächtlichen Aufenthalt im Krankenhaus.