Die Sichelzellkrankheit ist eine genetische Erkrankung. Das bedeutet, dass die Ursache bereits in der Erbinformation liegt. Durch diese Veränderung entsteht das krankhafte Sichelzellhämoglobin, das zu Gefäßverschlüssen, Schmerzkrisen und langfristigen Organschäden führen kann.
Die Gentherapie verfolgt das Ziel, direkt an dieser genetischen Ursache anzusetzen. Dabei werden körpereigene Stammzellen gezielt verändert, um die Bildung von schützendem fetalen Hämoglobin (HbF) dauerhaft zu steigern. Dieses Hämoglobin kann helfen, die schädliche Sichelung der roten Blutkörperchen deutlich zu reduzieren.
Zum Einsatz kommt dabei häufig eine moderne Methode der Geneditierung. Geneditierung bedeutet, dass bestimmte Bereiche der Erbinformation gezielt verändert werden. Eine bekannte Methode dafür ist die sogenannte CRISPR-Cas9-Technologie – oft auch als „Genschere“ bezeichnet. Damit können bestimmte Gene gezielt verändert werden.
Ziel dieser Behandlung ist es,
- schwere Komplikationen deutlich zu verringern
- Organschäden vorzubeugen
- die Lebensqualität langfristig zu verbessern

