Die Stammzelltransplantation ist derzeit eine der wenigen Behandlungen, die eine dauerhafte Heilung der Sichelzellkrankheit ermöglichen kann. Sie kommt vor allem für Patient:innen mit schweren Krankheitsverläufen infrage, insbesondere wenn bereits wiederholte Krisen oder Organschäden auftreten.
Bei einer Stammzelltransplantation wird das kranke blutbildende System durch gesunde Stammzellen eines Spenders ersetzt, um langfristig ein neues gesundes Blutsystem aufzubauen.
Wichtig ist ein passender Spender, idealerweise ein Geschwisterspender. Gleichzeitig handelt es sich um eine intensive Therapie mit möglichen Risiken wie Infektionen, Abstoßungsreaktionen oder Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Deshalb sind ausführliche Beratung, sorgfältige Vorbereitung und individuelle Abwägung besonders wichtig.
Gerade bei Kindern stehen Eltern oft vor schwierigen Entscheidungen. Eine frühzeitige Behandlung kann langfristige Schäden verhindern, weshalb gute Aufklärung entscheidend ist.