Die Sichelzellkrankheit ist eine angeborene genetische Erkrankung, bei der sich rote Blutkörperchen sichelförmig verändern können. Dadurch kann es zu Gefäßverschlüssen, schmerzhaften Sichelzellkrisen und langfristigen Organschäden kommen. Genauere Erklärungen zu den Grundlagen der Erkrankung finden Sie in der Schulung „Sichelzellkrankheit verstehen“.
Das wichtigste Ziel der Behandlung ist es daher, Sichelzellkrisen möglichst zu verhindern und Organschäden vorzubeugen. Viele bereits entstandene Schäden können nicht vollständig geheilt werden. Eine frühe und konsequente Behandlung kann aber helfen, die Organe möglichst gut zu schützen und weitere Schäden zu verhindern.
Zu den zentralen Behandlungszielen gehören:
- Schmerzkrisen reduzieren
- Organe langfristig schützen
- schwere Komplikationen vermeiden
- Lebensqualität und Lebenserwartung verbessern
- Patient:innen und Familien gut informieren und begleiten
Auch ohne akute Schmerzkrisen können im Körper unbemerkt kleine Entzündungen und Schäden an den Blutgefäßen entstehen. Diese können langfristig Organe wie Milz, Niere, Lunge, Augen oder Gehirn beeinträchtigen. Eine konsequente Behandlung schützt daher nicht nur vor akuten Beschwerden, sondern hilft auch, schleichende Folgeschäden zu begrenzen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Schulung von Betroffenen und Angehörigen. Wer die Erkrankung gut versteht, kann Warnzeichen früher erkennen und aktiv zur Behandlung beitragen.

Gemeinsam entscheiden
Fragen Sie aktiv nach Behandlungsoptionen und bringen Sie Ihre Alltagserfahrungen ein. Eine Therapie funktioniert oft besser, wenn sie gut zu Ihrem Leben passt.