7. Angehörige unterstützen

Wie kann ich über meine Angst sprechen, ohne meinem Gegenüber Angst zu machen?

Gleich vorneweg: Es wird immer wieder vorkommen, dass Sie und Ihr soziales Umfeld Angst verspüren. Eine Brustkrebserkrankung macht Sorgen und Kummer.

Was ganz wichtig ist: Trauen Sie sich Ihre Ängste anzusprechen.

Sie werden sehen, dass das bloße Ausformulieren bereits die Angst ein klein wenig leichter machen wird. Für Betroffene selbst sowie für die Angehörigen ist es notwendig sich diesbezüglich zu öffnen.

Wie gehen PatientInnen und Angehörige zusammen am besten mit Angst um?

Ein wichtiger Schritt ist das offene Gespräch: Reden Sie über Ängste und Sorgen.

Sie können sich dann zusammen auch spezielle Techniken und Rituale überlegen:

  • Ablenkungsrituale: Legen Sie sich gewisse Rituale an, die Sie in der Akutsituation zusammen machen können: einen Spaziergang machen, einen Film anschauen, Musik auflegen, einen Kuchen backen etc.
  • Einen „Emotionstag“ festlegen: An diesem Tag sprechen Sie ganz bewusst über Ihre Gedanken, Sorgen und Gefühle.

Wo können sich Angehörige von KrebspatientInnen Unterstützung holen?

Angehörige von Betroffenen sind im Krankheitsprozess oft belastet. Im Fokus stehen selbstverständlich die erkrankte Person und der Krebs, die Behandlungen und Nebenwirkungen. Dabei bräuchte das soziale Umfeld auch Unterstützung. Es leidet genauso unter Kummer, Ängsten, Wut und Ohnmachtsgefühlen.

Das können Sie als Angehörige/r für sich selbst machen
  • Sich Vertrauenspersonen im Bekannten- oder Verwandtenkreis suchen, mit denen Sie sich austauschen können
  • Professionelle Hilfe wie Psychotherapie etc. in Erwägung ziehen
  • Die Krebshilfen kontaktieren
  • Selbsthilfegruppen für Angehörige von Betroffenen aufsuchen
  • Auf genügend Pausen achten

Geprüft Dr.in Gabriele Traun-Vogt: November 2022

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.