Es ist verständlich, wenn Sie als Betreuungsperson zunächst unsicher sind. HAE ist selten, und viele Menschen haben noch nie davon gehört. Besonders die Möglichkeit einer schweren Attacke kann Angst machen.
Gute Information hilft, diese Angst zu verringern. Wenn Sie wissen, was HAE ist, welche Warnzeichen wichtig sind und wo der Notfallplan liegt, müssen Sie nicht aus dem Bauch heraus entscheiden. Sie können sich an klaren Abläufen orientieren.
Wichtig ist: Sie sind nicht verantwortlich für das Auftreten einer Attacke. Sie sind auch nicht dafür verantwortlich, die Erkrankung medizinisch zu behandeln. Ihre Verantwortung liegt darin, aufmerksam zu sein, den Plan zu kennen und im Ernstfall Hilfe zu holen.
Selbsthilfegruppen stellen sich vor
HAE Austria ist eine österreichische Selbsthilfegruppe für Menschen mit hereditärem Angioödem (HAE) und ihre Angehörigen. Ihr Ziel ist es, Betroffene im Alltag zu unterstützen und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Sie informieren über HAE, Behandlungsmöglichkeiten, aktuelle Forschungsergebnisse sowie spezialisierte Ärztinnen, Ärzte und HAE-Zentren in Österreich. Darüber hinaus bieten sie Hilfe bei der Umstellung auf ein Leben mit HAE, ermöglichen den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und fördern die nationale und internationale Vernetzung.
Die Schweizer HAE-Vereinigung setzt sich seit 25 Jahren für Menschen mit hereditärem Angioödem (HAE) ein. Sie bringt Betroffene, Angehörige und medizinische Fachpersonen zusammen und engagiert sich dafür, das Verständnis für die seltene Erkrankung zu stärken und die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung und dem persönlichen Austausch. Mit Patiententreffen, Informationsbroschüren und Erfahrungsberichten vermittelt die Vereinigung wertvolles Wissen und gibt Einblicke in das Leben mit HAE.