HPP ist eine genetische Erkrankung, die durch eine Mutation im ALPL-Gen entsteht. Dieses Gen steuert die Produktion eines wichtigen Enzyms, der alkalischen Phosphatase.
Die alkalische Phosphatase hat mehrere Aufgaben im Körper: Sie sorgt dafür, dass Knochen und Zähne richtig mineralisiert werden und stabil bleiben. Außerdem ist sie wichtig für das Nervensystem, weil sie hilft, Vitamin-B6 in eine Form umzuwandeln, die das Gehirn erreichen kann. Vitamin-B6 wird für die Bildung von Botenstoffen benötigt, die für die Steuerung von Muskeln, Konzentration und Nervenfunktionen wichtig sind.
Wenn die alkalische Phosphatase bei HPP nicht richtig arbeitet, kann weniger Vitamin-B6 ins Gehirn gelangen. Das kann zu neurologischen Problemen führen, wie zum Beispiel Krampfanfällen, besonders bei schweren Formen der Erkrankung.
Genetische Beratung bei HPP
Ein genetisches Beratungsgespräch kann helfen, die Risiken für Familienmitglieder einzuschätzen und passende Maßnahmen zu planen:
So können Patientinnen, Patienten und ihre Familien frühzeitig Entscheidungen treffen, um die Gesundheit von Angehörigen zu schützen und Risiken besser zu erkennen.