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Kurs Behandlung des Lungenhochdrucks: Lektion 1 von 6

Grundlagen der Behandlung von Lungenhochdruck

Lungenhochdruck ist eine schwere Erkrankung, die nicht ursächlich geheilt werden kann. Trotzdem gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lebensqualität von PatientInnen deutlich zu verbessern, die Beschwerden zu verringern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen.

Welche Form von Lungenhochdruck habe ich?

Es gibt verschiedene Formen von Lungenhochdruck, welche ganz unterschiedliche Ursachen haben. Die jeweilige Form bestimmt die Behandlung:

Pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH)

Andere Formen des Lungenhochdrucks

Ursachen PAH ist der „echte“ Lungenhochdruck, eine eigenständige Erkrankung, welche sich direkt in den Lungengefäßen abspielt. Andere Formen des Lungenhochdrucks haben ihre Ursache in anderen Erkrankungen, zum Beispiel Linksherzerkrankungen, Erkrankungen der Lunge, Lungenembolien oder Stoffwechsel- und Speichererkrankungen.
Therapie Für diese Form des Lungenhochdrucks stehen eine Reihe wirksamer Medikamente zur Verfügung. In diesen anderen Fällen muss in erster Linie die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Eine Therapie mit Medikamenten für PAH ist hier in den meisten Fällen nicht wirksam.

Pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH)

PAH ist der „echte“ Lungenhochdruck, eine eigenständige Erkrankung, welche sich direkt in den Lungengefäßen abspielt.
Für diese Form des Lungenhochdrucks stehen eine Reihe wirksamer Medikamente zur Verfügung.

Andere Formen des Lungenhochdrucks

Andere Formen des Lungenhochdrucks haben ihre Ursache in anderen Erkrankungen, zum Beispiel Linksherzerkrankungen, Erkrankungen der Lunge, Lungenembolien oder Stoffwechsel- und Speichererkrankungen.
In diesen anderen Fällen muss in erster Linie die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Eine Therapie mit Medikamenten für PAH ist hier in den meisten Fällen nicht geeignet.

Wir gehen in diesem Online-Kurs in erster Linie auf die Behandlung der PAH ein und berücksichtigen außerdem invasive Behandlungsmethoden der CTEPH (chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertension). Diese Krankheitsform entsteht durch Lungenembolien und ist  im Gegensatz zur PAH in manchen Fällen sogar heilbar.

Das sollten Sie über die Behandlung von pulmonal-arterieller Hypertonie wissen

Wie läuft die Behandlung ab?

Es gibt verschiedene Medikamente, welche bei Lungenhochdruck in individueller Zusammensetzung gegeben werden. Jede/r PatientIn braucht verschiedene Medikamente oder eine Kombination daraus, die bei Bedarf immer wieder angepasst wird. Deshalb sind nach der Diagnose regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Falls Ihr Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, setzt man zusätzlich eine Sauerstofftherapie ein. Und schließlich gibt es noch Eingriffe und Operationen, welche unter bestimmten Bedingungen infrage kommen.

Was ist das Ziel der Behandlung?

PatientInnen mit Lungenhochdruck sollen so weit wie möglich am normalen Leben teilhaben. Die Beschwerden sollen abgeschwächt werden, idealerweise sind sie fast “verschwunden”. Gleichzeitig wird die Belastung für das “rechte Herz” (die rechte Herzhälfte) so weit wie möglich gesenkt, damit seine Funktion so lange wie möglich gewährleistet ist. Wenn die Therapie der PAH gut wirkt, können viele PatientInnen ein fast normales Leben mit nur wenigen Einschränkungen führen.

Wonach richtet sich die Therapie?

Welche Therapie bei Lungenhochdruck sinnvoll ist, hängt stark von den persönlichen Gegebenheiten ab. Die Behandlung muss deshalb zwischen Ärztin/Arzt und PatientIn individuell festgelegt werden. Grundlagen für die Entscheidung sind die vorangegangenen Untersuchungen, zum Beispiel der Sechs-Minuten-Gehtest und die Herzuntersuchungen. Außerdem spielt der Schweregrad (Klasse I bis IV) der PAH-Erkrankung eine Rolle, sowie das zugrundeliegende Risikoprofil.

Wo sollte die Behandlung durchgeführt werden?

Lungenhochdruck ist eine seltene Erkrankung mit komplexen Behandlungsoptionen und gehört in erfahrene Hände. Doch selbst manche Lungenhochdruck Zentren bekommen jährlich nur wenige PAH-PatientInnen zu sehen. In einem PH Zentrum arbeiten ÄrztInnen verschiedener Disziplinen eng zusammen.

In welchen Abständen sind Kontrolluntersuchungen nötig?

Alle drei bis sechs Monate sollten Sie bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt zur Kontrolluntersuchung vorstellig werden. Dort wird mit dem Sechs-Minuten-Gehtest und anderen Diagnoseverfahren geprüft, wie gut die Medikamente wirken und ob diese möglicherweise angepasst werden müssen.

Zu Beginn der Behandlung sind die Abstände zwischen den Kontrolluntersuchungen kürzer. Sind Ihre Medikamente gut eingestellt, können die Abstände verlängert werden.

Gut zu wissen: Therapietreue ist lebenswichtig!

Bei einer so schweren Erkrankung wie dem Lungenhochdruck ist es von größter Bedeutung, dass Sie sich an die Anweisungen und Ratschläge Ihrer ÄrztInnen halten. Das gilt auch dann, wenn Sie sich schon besser fühlen. Medikamente eigenständig abzusetzen oder zu verändern kann lebensbedrohlich sein.

Geprüft Univ.-Prof.in Dr.in Irene Lang: Stand April 2019

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