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Kurs Beweglichkeit bei rheumatoider Arthritis: Lektion 4 von 7

Bewegung und Schmerzen bei rheumatoider Arthritis

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Erkrankung aus. Muten Sie Ihrem Körper zu viel zu, kann sich das Ganze aber auch ins Gegenteil umkehren. Wir erklären Ihnen in dieser Lektion, weshalb Sie sich vor dem Training aufwärmen sollten, was gegen Muskelkater hilft und warum Regeneration nach dem Sport wichtig ist.

Aufwärmen – muss das sein?

Das Aufwärmen dient dazu, Ihren Körper auf die anstehenden Belastungen vorzubereiten. Einerseits steigt die Verletzungsgefahr, wenn Sie unaufgewärmt Sport treiben und andererseits bringen Sie Ihren Körper mit dem Aufwärmen auf Betriebstemperatur. Der Stoffwechsel funktioniert besser, Ihre Muskeln werden besser durchblutet und die Sauerstoffaufnahme steigt. Zugleich optimieren die lockeren Bewegungen die Nährstoffversorgung Ihrer Gelenke.

Wie wärme ich mich richtig auf?

Planen Sie für die Aufwärmphase mindestens fünf Minuten ein. Je intensiver die darauffolgende Belastung ist, desto länger sollten Sie sich aufwärmen. Auch Ihr Alter (je älter, umso länger) und das Wetter (je kälter, umso länger) spielen bei der Aufwärmdauer eine Rolle.

Zu Beginn empfehlen sich allgemeine Aufwärmübungen wie lockeres Laufen, koordinative Übungen oder Armkreisen. Anschließend folgen Dehnungs- und Mobilisierungsübungen sowie spezielle, auf die folgenden Anforderungen ausgerichtete Übungen. Nach dem Warm-up sollten Sie möglichst rasch zum eigentlichen Training übergehen, damit die positiven Effekte des Aufwärmens nicht wieder verlorengehen.

Was hilft gegen Muskelkater?

Eine ausreichend lange Aufwärmphase und ein gut strukturiertes Training helfen einem Muskelkater vorzubeugen. Eine heiße Dusche oder ein warmes Bad direkt nach dem Sport sind ebenfalls gute Mittel gegen schmerzende Muskeln.

Ein Muskelkater tritt meist erst einige Stunden nach einer intensiven beziehungsweise ungewohnten Belastung auf. Es gibt keine Medikamente zur Beschleunigung der Heilung eines Muskelkaters. Wärme und leichte Bewegungen verkürzen jedoch durch eine Verbesserung der Durchblutung der Muskulatur den Heilungsprozess.

Warum ist Regeneration nach dem Sport so wichtig?

Die Trainingsbelastung kann nicht nur zu Schäden in den Mikrostrukturen Ihrer Muskulatur führen, sie entleert auch Ihre Energiespeicher. Die Regenation nach dem Sport dient dazu, ermüdungsbedingte Mikrorisse der Muskulatur ausheilen zu lassen und Ihren Glykogenspeicher in Muskeln und Leber wieder aufzufüllen. Des Weiteren werden Ihre energiebereitstellenden Systeme optimiert und die neuronalen Steuerungsfunktionen verbessert.

Wann sollte ich das Training abbrechen und zum Arzt gehen?

Einen Arzt sollten Sie spätestens dann zurate ziehen, wenn Sie nach dem Sport Schmerzen verspüren, die über einen gewöhnlichen Muskelkater hinausgehen, ihre Gelenke anschwellen oder sich Ihre rheumatischen Beschwerden anderweitig verschlimmern.

PP-BA-AT-0161 April 2018 |  Geprüft Univ.-Prof.in Dr.in Katharina Kerschan-Schindl: Stand Februar 2018

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu empowern und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.