selpers
Zurück zur Kursübersicht

Kurs Beweglichkeit bei rheumatoider Arthritis: Lektion 2 von 7

Mehr Bewegung und Sport im Alltag

„Ich habe keine Zeit für Sport“, ist eine der häufigsten Ausreden für Couch-Potatos und Bewegungsmuffel. Wenn Sie sich wirklich mehr bewegen wollen, werden Sie auch die Zeit dafür finden. Beginnen Sie damit, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren.

Bewegung und Sport im Alltag – so funktioniert’s

Bewegungsmangel lässt nicht nur Ihre Gelenke schneller versteifen, er senkt auch Ihre Stimmung und sorgt für innere Unzufriedenheit. Dabei ist es ganz einfach, ein bisschen mehr Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren, zum Beispiel so:

Gehen Sie während des Telefonierens im Zimmer auf und ab.

Erledigen Sie kleine Einkäufe im nahegelegenen Supermarkt zu Fuß.

Verwenden Sie statt der Rolltreppe oder des Fahrstuhls die herkömmliche Treppe.

Nutzen Sie längere Wartezeiten beim Arzt für einen Spaziergang.

Steigen Sie bei Fahrten mit dem Bus oder der Straßenbahn eine Haltestelle früher aus und gehen Sie den Rest zu Fuß.

Heben Sie während des Zähneputzens ein Bein leicht an, um Ihr Gleichgewicht zu trainieren.

Wie motiviere ich mich zu mehr Bewegung?

Sich selbst zu mehr Bewegung und Sport zu motivieren, ist gar nicht so schwer. Das Training beginnt nicht erst auf der Sportmatte, sondern im Kopf. Sie müssen es nur wollen. Orientieren Sie sich beispielsweise an diesen sechs Punkten, fällt es Ihnen bestimmt leichter, Ihren inneren Schweinehund zu überwinden:

Suchen Sie sich eine passende Sportart aus. Lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrem Arzt beraten.

Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie nicht überfordern.

Planen Sie feste Zeiten für Bewegung und Sport ein.

Machen Sie gemeinsam mit anderen Sport. So können Sie sich gegenseitig motivieren.

Erstellen Sie eine Playlist mit Songs, bei denen Sie nicht ruhig sitzen bleiben können, und machen Sie sich so das Motivationspotenzial Ihrer Lieblingsmusik zunutze.

Erzählen Sie anderen von Ihren sportlichen Aktivitäten. Sich zu bewegen ist meist einfacher, als Ausreden zu erfinden, warum Sie aufgegeben oder noch nicht mal angefangen haben.

Die 3 häufigsten Ausreden, um keinen Sport zu machen, und warum diese nicht gelten

Ausrede 1: Ich habe keine Zeit für Sport

Um Ihre Gelenkbeweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern, genügen bereits 150 Minuten körperliche Aktivität mit mittlerer oder 75 Minuten mit höherer Intensität pro Woche. Das sind gerade einmal 21 bzw. 11 Minuten pro Tag.

Ausrede 2: Ich habe zu große Schmerzen

Sanfte Bewegungen können die Schmerzen lindern. Empfehlenswert sind Aktivitäten mit leichter Intensität wie Radfahren oder Schwimmen. Denken Sie daran, Ihre Muskeln vorher aufzuwärmen.

Ausrede 3: Ich bin zu erschöpft

Bewegung verbessert die Durchblutung und führt zur Freisetzung von Wohlfühlhormonen. Verlegen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten auf die erste Tageshälfte und legen Sie Ihre Kleidung und Turnschuhe bereits am Abend zuvor zurecht.

PP-BA-AT-0161 April 2018 | Geprüft Univ.-Prof.in Dr.in Katharina Kerschan-Schindl: Stand Februar 2018

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu empowern und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.