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Kurs Beweglichkeit bei rheumatoider Arthritis: Lektion 3 von 7

Sport bei rheumatoider Arthritis

Gehören Sie zu denen, die wegen ihrer rheumatoiden Arthritis auf Sport verzichten? Dadurch berauben Sie sich einer guten Möglichkeit, Ihre Schmerzen zu lindern sowie Ihre Gelenkbeweglichkeit und damit auch Ihre Lebensqualität zu verbessern. Wir verraten Ihnen in dieser Lektion, welche Sportarten sich für Rheumapatienten eignen, welche speziellen Trainingsempfehlungen es gibt und wie Sie am besten mit dem Sport anfangen.

Welche Sportarten eignen sich für Patienten mit rheumatoider Arthritis?

Grundsätzlich können Sie alle Aktivitäten ausüben, die Ihre Gelenke nicht überbelasten. Dazu zählen vor allem:

  • Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic Walking und Tanzen
  • Wassersportarten wie Wassergymnastik, Aquajogging oder Schwimmen
  • Kräftigungsübungen wie leichtes Gewichtstraining zur Stärkung Ihrer Arm-, Bein- und Rückenmuskeln
  • sanfte Bewegungsformen wie Yoga, Tai Chi oder Pilates

Vorsicht ist geboten bei sogenannten Impulssportarten wie Squash, Fußball oder Tennis, da die damit verbundenen heftigen Dreh- und Stoßbewegungen problematisch für Ihre Gelenke sein können. Außerdem gehen rheumatische Erkrankungen häufig mit einer erhöhten Sturz- und Knochenbruchgefahr einher, weshalb sich Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko grundsätzlich weniger eignen.

Welche speziellen Trainingsempfehlungen gibt es für Menschen mit rheumatoider Arthritis?

Damit der Sport seine positiven Wirkungen entfalten kann, ist es wichtig, das Training auf die mit der Erkrankung verbundenen speziellen Anforderungen auszurichten. Folgende Werte können Ihnen als Anhaltspunkte dienen:

Ausdauertraining bei rheumatoider Arthritis

Ausdauertraining

  • mittlere Intensität
  • 3 bis 5 Mal pro Woche
  • mindestens 30 Minuten
  • 50 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz

Krafttraining

  • geringe bis moderate Intensität
  • 8 bis 15 Wiederholungen
  • 40 bis 70 Prozent des Einwiederholungsmaximums

Ich habe lange keinen Sport gemacht – wie fange ich an?

Richten Sie sich bei der Auswahl Ihrer Sportart danach, welche Gelenke betroffen sind. Handelt es sich um die Fingergelenke, eignen sich beispielsweise Laufen oder Nordic Walking. Haben Sie hingegen Knieprobleme, empfehlen sich Schwimmen oder Aqua-Work-out.

Wichtig ist, dass Sie sich zu Beginn nicht gleich zu viel zumuten. Falscher sportlicher Ehrgeiz kann Ihren Körper, vor allem Ihre Gelenke, schnell überfordern. Absolvieren Sie lieber mehrere kleine Einheiten, als sich komplett zu verausgaben. Lassen Sie es ruhig angehen und gönnen Sie sich ausreichend Pausen.

Beherzigen Sie außerdem immer diese Ratschläge:

  • Starten Sie Ihre körperlichen Aktivitäten immer mit Aufwärmen und beenden Sie Ihre körperlichen Aktivitäten immer mit Abwärmen und Dehnen. Beginnen Sie langsam.
  • Überlasten Sie sich nicht. Sehen Sie den Sport als Entspannung, nicht als Wettkampf.
  • Verspüren Sie während des Trainings oder im Anschluss daran Schmerzen, sollten Sie eine Pause einlegen und gegebenenfalls Ihren Arzt aufsuchen.

Sie werden sehen: Wenn sich erste Erfolge einstellen, macht der Sport umso mehr Spaß. Sobald Sie etwas fitter sind, können Sie die Trainingsintensität und/oder die Trainingsdauer erhöhen.

PP-BA-AT-0161 April 2018 | Geprüft Univ.-Prof.in Dr.in Katharina Kerschan-Schindl: Stand Februar 2018

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu empowern und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.

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