4. Erstes Arztgespräch bei Multipler Sklerose

Welche Beschwerden sollte ich meiner Ärztin/meinem Arzt mitteilen?

Sprechen Sie folgende Dinge in einem ausführlichen Arztgespräch an:

  • Hauptsymptome
  • Ängste und Sorgen
  • Ihre Stimmungslage

Dadurch kann sich die Ärztin/der Arzt einen Überblick über die bisherige Krankheitsgeschichte und Ihren Zustand verschaffen.

Besprechen Sie auch alle Beschwerden, die auf einen Schub hindeuten könnten. Haben Sie keine Scheu davor über die Dinge zu reden, die Sie beschäftigen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Sie zu verschiedensten Situationen beraten und Ihnen so anfängliche Sorgen nehmen.

Soll ich Veränderungen durch die Multiple Sklerose schriftlich für das Arztgespräch festhalten?

In der Regel fallen Veränderungen, die einen Schub verursachen, sehr deutlich auf. Diese Beschwerden können Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt besprechen. Alles zu notieren kann problematisch sein, da Sie dadurch möglicherweise zu stark auf Ihren Körper achten. Kleinste Veränderungen führen dann bereits zur Verunsicherung und können im weiteren Verlauf Angst verursachen.

Darf ich Angehörige zum Arztgespräch mitnehmen?

In der Regel dürfen Sie Angehörige mit zu Ihren Arztterminen nehmen. Vielleicht kann eine Vertrauensperson Sie in Ihren Entscheidungen für eine Therapie unterstützen und im Gespräch auf besondere Symptome aufmerksam machen, die Ihnen selbst nicht aufgefallen sind. Auch für Ihre Angehörigen kann es hilfreich sein, beim Arztgespräch dabei zu sein, um die MS besser zu verstehen und zu erfahren, wie sie Ihnen helfen können.

Geprüft Dr.in Doris Hauer: Stand Dezember 2022 | Quellen und Bildnachweis

Die Kurse sind kein Ersatz für das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sondern ein Beitrag dazu, PatientInnen und Angehörige zu stärken und die Arzt-Patienten-Kommunikation zu erleichtern.