Die Diagnose der Myasthenie stützt sich auf mehrere Bausteine. Der wichtigste davon ist das ärztliche Gespräch und die klinische Untersuchung. Dabei wird vor allem darauf geachtet, ob eine typische belastungsabhängige Muskelschwäche und rasche Ermüdbarkeit vorliegen.
Blutuntersuchung
Um die Diagnose abzusichern, kommen zusätzlich weitere Untersuchungen zum Einsatz. Dazu gehört die Blutuntersuchung, bei der nach Autoantikörpern gesucht wird, die für Myasthenia gravis typisch sind. Häufig lassen sich Antikörper gegen den Acetylcholin-Rezeptor nachweisen, seltener auch andere Antikörper.
Elektrophysiologie
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Elektrophysiologie, eine spezielle Nerven- und Muskelmessung. Dabei wird gemessen, wie gut Reize vom Nerv zum Muskel weitergeleitet werden. Typisch für Myasthenia gravis ist, dass die Muskelantwort bei wiederholter Stimulation abnimmt. Das ist ein Zeichen der raschen Ermüdbarkeit.
Bildgebung
Ergänzend wird häufig eine Bildgebung des Brustkorbs durchgeführt, meist mittels Computertomografie (CT ). Dabei wird die Thymusdrüse untersucht, da sie bei Myasthenia gravis eine besondere Rolle spielen kann.

Gut vorbereitet zur Untersuchung
Untersuchungen können verunsichern. Gute Vorbereitung kann Ihnen dabei helfen.
Erst, wenn Sie gut über die Erkrankung und die Therapiemöglichkeiten informiert sind, können Sie aktiv an Ihrer Behandlung mitwirken. In der Lektion „Symptome beobachten und dokumentieren“ erfahren Sie mehr dazu, was dabei wichtig ist.